Backpacker Reise nach Alice Springs

Alice Springs – verschlafenes Städtchen!

Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir, sag mal, hast du schon etwas von Alice Springs gehört?

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal etwas über diese Stadt gehört habe und vor allem in welchem Zusammenhang?! Jedenfalls hatte ich gewisse Erwartungen an diese Stadt, da sie mitten in der Wüste liegt und meilenweit die einzig große Stadt ist.

Zudem dachte ich bis heute, der Uluru liegt in der Stadt bzw. einen kurzen Fußweg davon entfernt, aber damit lag ich sowas von verkehrt.

Was du erstmal wissen musst: der Berg liegt außerhalb. Genaueres dann, wenn ich am australischen Wahrzeichen angekommen bin.

Großstädte in der Wüste zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen Supermarkt besitzen!

Ich lag leider sowas von daneben, meine Vorstellungen ähnelten keineswegs der Realität.

Alice Springs in Australien

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Eigentlich könnte ich Alice Springs auch in die Kategorie „Geisterstadt“ einordnen.

Wir machten einen kurzen Stopp, da wir nach langen drei oder vier Tagen endlich einmal wieder einen bezahlbaren Supermarkt besuchen wollten. Bis dahin gab es nämlich keinen einzigen Einkaufsmarkt. Du musst dir das einmal vor Augen halten, wie absurd das Ganze ist. Da leben doch tatsächlich Menschen mitten im Nirgendwo und brauchen minimal drei Stunden, um zum nächsten Supermarkt zu gelangen, außer sie kaufen das Nötigste in ihrem „Stadtmarkt“, wo alles dreimal so teuer ist.

Wir erreichten unser Ziel um die Mittagszeit und marschierten geradewegs in das Shoppingcenter. Dies machte den Anschein, als sei es das Zentrum der Stadt, wo sich das gesamte Leben abspiele. Wir sprechen hier wahrscheinlich nicht nur vom Konjunktiv, sondern sogar vom Indikativ.

Shoppingcenter in Alice Springs

Ich vermute, der Name ist deshalb so schräg, weil das die Sprache der Aborigines ist.

Mutterseelenallein auf einer Ladenstraße!

Nachdem meine Mitstreiter ihr Mittagessen verputzten, startete ich einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Es hat nicht lange gedauert und ich hatte alles gesehen und kehrte wieder zurück. Ich brauchte insgesamt vielleicht 15 Minuten?!

Leere Straßen in Alice Springs

Lass uns ein Spiel spielen. Wie viele Menschen zählst du auf dem Bild?

Die Stadt ist voll von Geschäften, aber keines dieser hatte offen, abgesehen von den Supermärkten. Dabei war es weder Wochenende noch Feiertag noch zu früh noch zu spät, es war einfach ein ganz normaler Tag.

Unteranderem entdeckte ich auch eine Fußgängerzone, die normalerweise doch nur so von Fußgängern wimmelt, nicht wahr?

So sieht eine australische Stadt aus

Keine Sorge, hier wirst du nicht umgerannt.

In dieser Mall habe ich einen Straßenmusiker entdeckt, der seinen Lebensunterhalt höchstwahrscheinlich mit Straßenmusik verdient.

Trostlose Stadt

Himmel, A**** und Zwirn, war diese Stadt trostlos.

Der Mann tut mir ziemlich leid, denn er hat sich definitiv die falsche Stadt ausgesucht…

Mein Wissen über die Aborigines – die ersten Menschen in Australien!

Was ich beunruhigend fand, waren die ganzen Aborigines, dessen Anwesenheit mich förmlich erschlug. Ich meine, ich bin schon mal auf diese Menschen gestoßen, überwiegend auch in Perth, aber da hat einen das nicht weiter berührt, da man ebenso von vielen anderen Menschen umgeben war.

Hier jedoch gab es so gut wie KEINE ANDEREN Menschen.

Du musst wissen, ohne die Aborigines zu verurteilen, muss ich doch sagen, sie haben eine andere Denk- und Lebensweise als alle anderen.

Ich habe auch mal gehört, das sie denken, sie werden aufgrund ihres Aussehens von der Gesellschaft ausgestoßen und geben sich deshalb erst gar keine Mühe, überhaupt Anschluss zu finden. Wie viel davon der Wahrheit entspricht, kann ich nicht beurteilen.

Ich bin ehrlich, ich würde einem Gespräch mit ihnen noch eher aus dem Weg gehen als dies zu befürworten, dennoch muss ich sagen, ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht.

 

Beispielsweise in Alice Springs auf dem Parkplatz sprang plötzlich ohne Vorwarnung das Auto der Mädels nicht mehr an. Wir hatten glücklicherweise die passenden Utensilien dabei, um Starthilfe zu geben, nur leider haben wir so ungünstig geparkt, dass unsere Batterien zu weit voneinander entfernt waren. Zweimal umparken änderte diese Misere auch nicht.

Jetzt kommt der Aborigines ins Spiel, der – ohne das wir ihn von selbst angesprochen haben – seine Hilfe anbot. Wir schilderten ihm kurz unser Problem und dann (glücklicherweise war seine Batterie auf der richtigen Seite stationiert) erklärte er sich bereit, Starthilfe zu leisten.

Und mit Gottesgebeten und Feuer unterm Hintern sprang der Van wieder an, zum Wohle aller…

Fakten über Alice Springs

Hier ein paar Infos über Alice Springs:

  • Bundeststaat: Northern Territory
  • gegründet: 1872
  • Einwohner: ca. 24.000
  • Website: Alice Springs
  • ist ca. 1500 Kilometer von allen großen Städten entfernt
  • wird als Eintrittstor ins Outback beschrieben
  • Alice Springs bei Google Maps anschauen

So viel zur Aborigines-Stadt mit ihren leeren Straßen und den merkwürdigen (aber durchaus hilfsbereiten) Bewohnern und der Angst, mitten in der Wüste liegen zu bleiben.

Weiter geht es mit dem Laptop im Rucksack

Zehn Meter hinter dem Ortseingangsschild wartete schon wieder das große Nichts auf uns.

Somit waren wir doch froh, als wir sie guten Gewissens hinter uns lassen konnten und mit neuem Ziel Richtung Ayers Rock fuhren. Vorher erwartete uns aber noch eine sehnsüchtige Dusche mit schlangenähnelnden Regenwürmern und vollge***** Klos, atemberaubendem Sternenhimmel und vieles mehr.

Australische Grüße

Vani

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Ein Gedanke zu „Alice Springs – verschlafenes Städtchen!

  1. Dany sagt:

    Hi Vani,

    sorry, dass ich im vorherigen Kommentar falsch abgebogen bin. Ich wollte mal hinter die Kulissen schauen…
    Habe nun die Richtung Alice Springs bereits fest im Visier, hinke zwar etwas hinterher, kann dir jedoch noch recht gut folgen.

    Fakt ist, dass man mit einer Froschphobie meine ursprünglich eingeschlagene Richtung vielleicht nicht unbedingt bereisen sollte.
    Andererseits muss man in Australien mit ungewöhnlichen Kreaturen rechnen. Ist vielleicht alles eine Sache der Einstellung.

    Alice Springs habe ich auch gleich ergoogelt. Allerdings kamen mehr unangenehme Informationen zum Vorschein. Es handelte sich hauptsächlich um Kriminalität in Alice Springs und Umgebung. Die Ahnungslosigkeit der Backpacker wird immer wieder ausgenutzt. Gut, dass ihr einen liebenswerten
    Aborigenes getroffen habt.
    Nun werde ich ganz sicher keinen Bericht davon in meinem Kommentar platzieren.
    Wissen sollte man jedoch schon, dass sich leider in den vergangenen Jahren die Kriminalität in ganz Australien weiter erhöht hat.
    Natürlich gehören auch solche Berichterstattungen dazu, um den Kontinent vorallem sicher zu bereisen.

    Meine BITTE an DICH: Sei immer auf der Hut und lieber einmal mehr skeptisch!!!
    Ein gewisse Vorsicht ist immer und überall auf der Welt angebracht!!!

    Das Backpacker bestohlen werden (können), ist (wäre) noch das „Harmloseste“ von allen Delikten.

    Nun sollen Kriminalität und Froschphobie nicht den Inhalt meines Kommentares bestimmen.

    Ich überlege die ganze Zeit, warum die Geschäfte geschlossen waren? Ich konnte diesbezüglich auch nicht im Netz fündig werden. Vielleicht liegt es an den hohen Außentemperaturen, dass am Tage die Tore verschlossen waren oder es wird nur einmal die Woche die Einkaufsmall zum Leben erweckt!!!
    So ähnlich wie ein Markt, der wöchentlich stattfindet…

    Ich werde mich weiter belesen und vielleicht kommt die eine oder andere Erkenntnis noch.

    Über den Straßenmusikanten habe ich allerdings herzlich lachen müssen. Ob er wohl freiwillig seinem Hobby nachgegangen ist oder tatsächlich seinen Lebensunterhalt damit verdient???
    Hat es sich denn gelohnt, ihm zuzuhören?
    Ein Backpacker war es aber nicht, oder?

    Deine Bilder von Alice Springs versprechen wirklich nicht mehr als die Trostlosigkeit, die du angemahnt hast.

    Aber, vielleicht warst du auch nur zur falschen Zeit in Alice Springs!

    Ich setze diese Stadt zunächst einmal auf unsere „Australien-Reiseliste“. Rausklicken können wir sie immer noch!

    So Spatz, nun ist erst einmal ein Erkältungsbad bei mir angesagt. Ja, du hast richtig gelesen. Für dich jetzt sicherlich schwer vorstellbar. Aber in Deutschland lässt sich der Frühling noch enorm viiiiieeeeel Zeit, leider…

    Genieße jeden Sonnenstrahl, auch, wenn dir oftmals das Schwitzen kommt.

    Bis bald,

    Mamschki

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