Backpacker Auto

11. Roadtrip – Auf nach Townsville und Airlie Beach

Merry Christmas meine lieben Leser, heute nehme ich euch mit auf meinen Roadtrip, bitte den Sicherheitsgurt anlegen, fasten seat belt!

Australien – Roadtrip mit dem Auto!

Was verbindet ihr mit einer Reise in einem Auto?
Freiheit, Unabhänigkeit und Flexibilität oder doch eher Platzangst, Mangel an Hygiene und Sauerstoffknappheit?

Hier bekommst du, wunderbare Eindrücke über unseren Roadtrip die zum Schmunzeln und zum Mitfiebern einladen:

Vom Wald auf die Tankstelle!

Von Cairns nahmen wir erstmal eine einstündige Fahrt auf uns, um am späten Nachmittag auf einem Campingplatz in einem Dörfchen namens Babinda zu landen. Das Dorf bestand aus einer Straße mit einem Supermarkt, einem Restaurant und einem Hotel? (Okay…).

Roadtrip

Das stille Örtchen Babinda begegnete uns auf unserem Roadtrip!

Der Campingplatz lag etwas abseits im Wald.

Backpacker Parkplatz am Wald

Suchspiel: Finde unser Backpacker Mobil und tippe mit dem Finger drauf!

Es gab Duschen, Toiletten und keinen Strom, es wurde hier gemeckert und dort bemängelt und letztendlich durften wir feststellen, dass dies eigentlich ein sehr gut ausgestatteter Campingplatz war!

Aufgrund einer Regenwelle blieben wir länger als geplant einen weiteren zweiten Tag. Am dritten Tag fuhren wir dann bei strömenden Regen weiter nach Townsville. Von vielen Backpackern aus Cairns haben wir nur Schlechtes über dieses Städtchen gehört, aber siehe da, uns gefiel sie sehr gut.

15 Minuten Fahrtweg vom Stadtkern aus befand sich unser nächster „Campingplatz“. Wie ich es eigentlich genannt hätte? Tankstelle. Mehr war es auch nicht.

Lediglich hinter der Tankstelle befanden sich einige Parkplätze, auf denen man über Nacht bleiben und schlafen konnte.

Backpacker Parkplatz

Wenn der Parkplatz voll war, dann voll mit Backpackern!

Für die eigene Pflege diente die Tankstellentoilette.

Unser Backpacker Auto

Hier siehst du unser geräumiges mobiles Backpacker-Zimmer mit vielen Fenstern!

So lebt man auf dem Roadtrip „mit“ dem Auto im Auto. Sieht vielleicht etwas chaotisch aus!!!    Aber die Freiheit und der Spaß machen die Unannehmlichkeiten locker wieder wett!

Urlaub in Townsville!

Townsville ist eine australische Stadt mit  ca. 190.000 Einwohnern. Townsville liegt im nördlichen Queensland (das ist an der Ostküste in Australien). An das trockene, tropische Klima müssen sich Rucksack Touristen -wie wir es sind- erst einmal gewöhnen.

Palmen in Australien

Eine Palmenstadt, in der mal nicht der Tourismus lebt – wunderschön!

Unser Tagesablauf für rund drei Tage sah wie folgt aus:

Backpacker Auto

Sieht vielleicht ein bisschen eng aus, aber ich muss zugeben, dass war es nicht, da bin ich schon schlimmeres „Gequetsche“ gewohnt.

Wir ließen uns auf unserem Roadtrip morgens von der Sonne wecken.

Nachdem wir sporadisch gefrühstückt haben, wurden unsere Backpacker Rucksäcke auf die ausgeklappte Rückbank geworfen und wir nahmen die vorderen Plätze ein. (Diese Prozedur mit Umräumen und Ausräumen und Einräumen machten wir jeden Tag!)

Anschließend sind wir an den Strand von Townsville gefahren, der lustigerweise ‚The Strand‘ heißt.

Lustiges Straßenschild in Australien

Wie die Australier das wohl aussprechen? Klingt für mich dann wie „Denglisch“!

Da es einem nicht empfohlen wird, zwischen November und Mai in dieser Region im Ozean baden zu gehen (aufgrund gefährlicher Quallen), badeten wir immer in einem öffentlichen Pool, den die Australier als „Lagune“ bezeichnen.

Palmen in Australien

Schließe deine Augen und denke dir du bist mit uns an der Ostküste. Spürst du den Wind und hörst das Rauschen der Palmenblätter?

Im Anschluss stand unsere tägliche Dusche an, diese fand aber nicht wie gewohnt „zu Hause“ statt, sondern am Strand. In unserer guten Tankstelle kann man nämlich nur unter Bezahlung duschen und das kam für uns natürlich überhaupt nicht in Frage. 😉

Duschen für Backpacker

Duschen unter schöneren Bedingungen hätte man sich eigentlich nicht vorstellen können, wären da nicht die gaffenden Blicke und der kalte Wind.

So kam es halt, dass Haare in der Öffentlichkeit gewaschen werden mussten.

Am Abend kochten wir noch ein schnelles Dinner, damit wir vor dem Dunkelwerden fertig wurden.

Backpacker Essen

Instantnudeln, mmhh, eines unser Lieblingsessen *hust*!

Danach sieht man nämlich so gut wie Nichts mehr, was jegliche Draußenaktivität erschwert.

Ankunft in Airlie Beach!

Nachdem wir rund drei Tage in Townsville verbrachten, ging es kurz vor Weihnachten weiter nach Airlie Beach.

Kleiner Einwand zum besseren Verständnis: Babinda und Townsville waren nur eine Zwischenstation, Airlie Beach war unser eigentliches Ziel.

In Airlie Beach machten wir halt, um uns die wundervollen „Whitsunday Islands“ anzusehen. Ich hoffe, ihr erinnert euch, dies war ein Punkt auf unserer Reiseliste.

kein Campingplatz – Roadtrip Probleme!

Dort angekommen, suchten wir zuerst verkrampft nach einem kostenfreien Parkplatz (WikiCamps hilft, das ist „DIE Backpackerapp“, die jeder haben muss), um anschließend an einer weiteren „Lagune“ Entspannung zu finden.

Hier siehst du die schön Langune

Diese „Lagune“ ist größer als die in Townsville, dafür aber auch wärmer.. *ihh*!

Um einen Schlafplatz wollten wir uns später kümmern…

Die Zeit verging und es wurde abends. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten, entweder täglich eine halbe Stunde Fahrt auf sich nehmen, um einen Campingplatz außerhalb aufzusuchen oder auf einem überteuerten Campingplatz Rast machen. Beides war uns nicht Recht und wir suchten nach einer Alternative. Andere Backpacker empfohlen uns, einfach auf einem öffentlichen Parkplatz zu schlafen und dies taten wir letztendlich auch.

Backpacker und Rucksack Touristen sollen hier nicht Campen

Neben diesem Verbotsschild schliefen wir *Outlaws* ganz dreist im Auto!

Die nächste Nacht verlief nicht so reibungslos, denn ein Sicherheitsmann verscheuchte uns persönlich vom Platz und wir waren nach langem hin und her überlegen gezwungen, 23:00 Uhr zum 38 km entfernten Schlafplatz zu fahren. Wie sich herausstellte, war dieser eine Einbuchtung an der australischen Autobahn. Der einzige Hinweis, dass wir richtig waren, zeigte uns ein Parkplatzschild und eine Mülltonne.
Das einzig Gute an der Sache war der klare Sternenhimmel, der im Zentrum Australiens sehr gut sichtbar wird.

In der nächsten Nacht versuchten wir es noch einmal auf dem öffentlichen Parkplatz in Airlie Beach. Und-wir wurden nicht erwischt und konnten in Ruhe schlafen.

Parkplatz in Australien mit super Aussicht

Unsere Aussicht vom Parkplatz aus war herrlich!

Das Leben in Airlie Beach!

Airlie Beach ist ausschließlich touristisch angelegt. Überall stehen Hotels und Ferienwohnungen und die Reiseunternehmen werben mit Ausflügen.

Promenade für Touristen an der Küste

Erinnert euch das auch an die typischen Urlaubspromenaden?

Ich muss sagen, es fühlt sich komisch an, in solchen Gegenden unterwegs zu sein, ohne typischen Hotelurlaub zu machen.

An sich ist die Stadt aber nicht schlecht, länger bleiben als nötig oder hier arbeiten würde ich trotzdem nicht wollen. Da wir aber in Townsville nur maximal drei Tage auf der Tankstelle verharren durften, waren wir dazu gezwungen, schon kurz vor Weihnachten nach Airlie Beach zu fahren. Unser Aufenthalt dort zog sich dementsprechend über sieben Tage hin.

Sieben Tage wurde also nur gegammelt, gesonnt, gebadet und gegessen.

Krönender Abschluss war meine 3-Tagestour zu den „Whitsundays Island“ von der ihr im nächsten Blogeintrag mehr hören werdet.

Liebe Grüße

eure Vani

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Ein Gedanke zu „11. Roadtrip – Auf nach Townsville und Airlie Beach

  1. Dany sagt:

    Hurra, gerade erst haben sich die Tasten meines Laptop´s abgekühlt und schon werden sie wieder von meinen Fingerkuppen angewärmt.
    Ein weiterer visueller Urlaubstrip steht an. Schöner kann es nicht sein!

    Hallo Vani,

    du begrüßt uns Leser mit „Fröhliche Weihnachten“!
    Da wir uns bereits schon wieder im Monat Februar befinden, wird man von dir mal ganz fix in die Vergangenheit katapultiert.
    Ich, eine deiner treuesten Blogbesucher, lasse mich gerne auf dieses Abenteuer ein und habe bereits das Anschnallzeichen wahrgenommen.
    „fasten seat belt“ Du siehst,ich bin sehr aufmerksam!

    Deine anfängliche Frage, was man mit einer Reise im Auto verbindet, hat sich mir damals (als ich noch stolzer Besitzer eines VWT5 war)
    auch oft gestellt. Nun lässt sich Vani´s „Hardcore Roadtrip“ nicht mit den Unseren vergleichen. Ich wähle hier gezielt das Kleinformat.
    Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass ich einen gewissen Erfahrungsschatz mit an Bord bringe und somit ganz genau weiß, was eine Reise „mit“ dem und „im“ Auto bedeutet.
    Bei unseren Reisen haben sich immer Flexibilität, Unabhängigkeit und eine gewisse Art der „großen Freiheit“ (wenn man hierzulande nebst Italien, Frankreich und Spanien überhaupt davon sprechen kann) herauskristallisiert. Die eher unangenehmen Erscheinungen, wie Platz- und Sauerstoffmangel gewannen nicht wirklich die Oberhand.

    Somit teile ich eurer Backpackerzimmer – wohlgemerkt für einen kurzen Urlaubsflirt – gerne mit euch, da es schöne Erinnerungen in mir weckt.
    Ich will euch natürlich auch nicht zu sehr auf die „Pelle“ rücken!

    Angefangen hat alles mit dem kleinen Dörfchen „Babinda“. Und schon ist er auch wieder da: Der Spaßfaktor dieser visuellen Reise durch Australien.
    Setze hinter das erste „a“ ein „m“ und lösche den Buchstaben „d“ aus diesem Ortsnamen. Genau, somit erhält man das Wörtchen „Bambina“!
    Das eigentlich Witzige daran ist, dass sofort meine Gehirnwindungen sowohl beim Lesen als auch bei den Geschmackssensoren plötzlich ihren eigenen Weg gehen. Es ist in meinem Kopf nicht wirklich steuerbar. Das spiegelt wahrscheinlich meine Sucht auf dieses unscheinbare „ETWAS“ wieder. Liebe Leser, seit ich denken kann, zählt diese süße Versuchung zu meinen absoluten Favoriten!

    Das „Bambina….Babinda“ über die lebenswichtigen Einrichtungen wie Restaurant, Supermarkt und Hotel verfügen, leuchtet mir ein, betrachtet man die unterschiedlichen Distanzen auf diesem Kontinent. Unsere Dörfer bestehen ja fast nur noch aus den dort lebenden Bewohnern. Alles andere lohnt sich hierzulande nicht mehr. Somit erscheint uns dieses Dörfchen doch recht groß.
    Dein Einwand war aber sicherlich mehr ironischer Abstammung, oder irre ich?

    Das Suchspiel habe ich vollzogen, war jedoch nicht von Dauer und trotzdem recht neckisch.
    Die schier unendlich wirkende „WEITE“ Australiens spiegelt sich wieder!
    Ist man noch ahnungslos und hat wenige Kenntnisse über zukünftige Campingplätze, dann lässt sich schnell rummosern und rumnörgeln. Duschen, Toiletten und ein cooles Backpackerzimmer scheinen zunächst nicht auszureichen. Schnell ändern sich die Wünsche nach etwas Normalität und normalem Standard, wenn man(n) Frau sich weiter in die Wildnis Australiens begibt. Nun ist wirklich „Hardcore“ angesagt.

    Vani, du bist schlimmeres „Gequetsche“ gewöhnt….Dabei beziehst du dich aber nicht wirklich auf unseren gemeinsamen Trip mit dem T5 an die Ostsee nach Kühlungsborn, oder? Zu gegebener Zeit komme ich darauf zurück.

    Eines unterscheidet euren Roadtrip von unseren Kleinformatroadtrip´s gewaltig. Das Wetter, mit all seinen Facetten, lässt sich hierzulande nicht wirklich einholen und vergleichen. Darum beneide ich dich sehr!!!

    „The STRAND“ in Townsville lockt in mir wieder einen Schmunzler hervor. Ich dachte, dieses Sprachkauderwelsch ist nur bei uns heimisch.
    Man lernt ebend nie aus – sondern ständig dazu.

    Nun endlich … mache ich es mir so richtig bequem und befinde mich mit geschlossenen Augen in einer „Wohlfühloase für alle Sinne“ (wohlgemerkt an der Ostküste Australiens)!
    Der Wind an der Ostküste schlängelt sich durch mein Haar. Er streichelt einerseits meine nicht bedeckte Haut und andererseits fröstel mich einwenig. Da ich mich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinde, in diesem das eine oder andere Sinnesorgan manchmal die Arbeitsaufnahme verweigert habe ich Probleme, das Rauschen der Palmenblätter zu hören. Ist der eine Sinn etwas getrübt, schärft es die anderen Sinne um so mehr. Ich rieche das Meer und atme tief und entspannt „EIN“ und „AUS“. Ja, das liebe Kopfkino, es funktioniert immer wieder.

    Duschen möchte ich dann lieber doch nicht, das überlasse ich ausnahmsweise dir allein! Eine halbe Ewigkeit habe ich dein Tatoo nicht mehr bewundern können. Es ist nach wie vor schön anzusehen und gelitten hat es bei der enormen Sonneneinstrahlung keineswegs.

    Das Verbotsschild „No Camping“ zu ignorieren, grenzt schon an Dreistigkeit und Frechheit die nicht mehr zu überbieten ist. Entweder war es eure Müdigkeit oder eure jugendliche Unbekümmertheit, besser bekannt als jugendlicher Leitsinn. Betrachte ich jedoch den Ausblick vom öffentlichen Parkplatz genauer, kann ich euer Verhalten vollkommen nachvollziehen. Wer möchte schon gerne auf diese schöne Aussicht verzichten!!!
    Auch ich hätte jede Strafe dafür in Kauf genommen. Diese Aussicht war es euch wert, einen dritten, dreisten Versuch zu starten, um dort zu nächtigen.
    Backpacker lassen sich nicht so leicht abwimmeln! Die „Einheimische Aufsichtsbehörde“ hat die Rechnung ohne den „Wirt“ gemacht….

    „Bambina“…Entschuldigung…“Babinda“ und Townsville habt ihr hinter euch gelassen und erfreut euch mehr oder weniger an Airlie Beach.
    Natürlich habe ich an deinen geplanten Reisepunkt, die „Whitsunday Islands“ zu besichtigen, gedacht.
    Mein Flitzbogen steht schon wieder gespannt in der Ecke und möchte abgeschossen werden!

    Airlie Beach ist tatsächlich touristisch angelegt und hat euch sicherlich wieder einmal in einen kurzzeitigen Kulturschock versetzt. Einsam viele Stunden in der „WEITE“ Australiens auszuharren, um sich dann wieder in die Zivilisation zu stürzen, verlangt einem Backpacker schon enorme Zugeständnisse ab.
    Wie heißt es so schön: Es ist alles eine Frage der Gewohnheit…oder sollte bei dieser Argumentation nicht doch eventuell einmal ein
    Umdenkprozess stattfinden. Was ist mit dem Argument: Nichts hält sich so hartnäckig wie „Gewohnheit“!
    Ich lasse meine Äußerungen jetzt mal im Raum stehen und jeder Leser entscheidet für sich allein. Es ist eine Möglichkeit, sich mit seinen eigenen Wünschen und Träumen einmal auseinanderzusetzen.

    Liebe Vani, das ist bereits mein zweiter Kommentar zu deinem 11. Blogeintrag. Wie, du siehst nur einen Kommentar von mir? Der andere (laaannnge) Kommentar wurde lustigerweise von mir gelöscht. Ja,…. jetzt kann ich wieder darüber lachen.

    Vielen Dank für den gemeinsamen Roadtrip und wir dürfen auf weitere coole Einträge von dir gespannt sein! Meine Freude lässt sich kaum
    bändigen und schreit förmlich nach „mehr“…..

    Bis bald,

    Mamschki

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