Als Backpacker Silvester in Australien verbringen

Silvester in Australien – ein Glück bin ich nicht gläubig

Frohes neues Jahr 2016, ich weiß, auch diese Grüße kommen etwas verspätet, aber es passiert nun mal mehr in einer Woche, als wie ich in zwei Blogeinträgen niederschreiben könnte.

Kannst du dir vorstellen, dass wir jetzt schon wieder ein neues Jahr haben und uns sogar schon im zweiten Monat befinden?! Wenn das Jahresende ran ist, kommt es mir immer so vor, als wäre das Jahr wie im Flug vergangen.

2015 war ein recht erlebnisreiches Jahr: Ich hatte meine Abschlussprüfungen mit anschließendem Abiball, die Mottowoche und den letzten Schultag sowie einen wundervollen Sommer, wo ich meine Freizeit mit jedem Atemzug genießen konnte, ohne eine bestimmte Deadline im Hinterkopf zu haben.

Ich habe über einen längeren Zeitraum bei Edeka gearbeitet – was eine interessante Erfahrung war – und bin letztendlich nach Australien geflogen. Wow, so viel passiert, in nur einem Jahr.

Aber ich schweife zu sehr ab. Du möchtest doch sicherlich wissen, wie die Australier Silvester feiern und wie ich mein Silvester gefeiert habe.

Silvesternacht in Townsville!

Chris, zwei Freundinnen von ihm und ich waren zu diesem Zeitpunkt in Townsville. (Ich erinnere dich nochmal, Weihnachten waren wir in Airlie Beach) Da meine 3-Tages-Tour zu den Whitsunday Islands bis zum 31. ging, kamen wir an Silvester Eve gegen späten Nachmittag auf einem anderen Campingplatz an.

Vielleicht erinnerst du dich zurück, unseren ersten Aufenthalt in Townsville verbrachten wir auf dem Tankstellenparkplatz…

An Silvester wiederum waren wir auf einem Campingplatz direkt am Strand, was eine sehr schöne Kulisse darstellte.

Nach meiner Bootstour durfte ich nach zwei Tagen endlich das Salz von meiner Haut abspülen. Leider fand auch diese Dusche im Freien statt, was eine ziemliche Herausforderung war, da die Außentemperatur schon bei unter 18 Grad lag…

Diesmal hübsch aufgebrezelt mit Kleid und Hemd ging es für uns zu ‚The Strand‘, wo wir uns das öffentliche Feuerwerk ansehen wollten.

Silvester in Australien

Nicht wundern, es wurde zum späten Abend hin voller.

Um sich die Wartezeit zu vertreiben, konnte man sich im Park niederlassen. Es wurde auf einer Leinwand ein Film namens „Papertown“ gezeigt. Nebenbei konnte man seine eigenen Snacks verputzen oder sich an aufgebauten Imbissbuden mit Essen eindecken.

Hotdog oder nichts, klasse Auswahl

Ich muss zugeben, die Auswahl war etwas dürftig.

Wir ließen uns am Strand nieder, weil das Feuerwerk über dem Wasser stattfand und wir uns gute Plätze sichern wollten.

Hier gehen Kinder an Silvester in Australien badeb

Total ungewohnt für mich an Silvester: die Kids gingen baden!

Ich wünschte, ich hätte mich erinnert, dass wir Sommer haben, dann wäre ich an Silvester auch baden gegangen. Das wäre mal eine komplett neue Erfahrung gewesen, aber kann man leider nicht ändern.

Eigene Traditionen vermischt mit australischer Verspätung!

Mit Musik, Tanz und Geschwätz vertrieben wir uns die Zeit bis Mitternacht.

Ich bin zu spät reingerutscht!

Du musst wissen, laut Familientradition springe ich 00:00 Uhr immer von etwas hinunter. Man denkt sich dabei, dass man sozusagen „ins neue Jahr springt“. In Australien wollte ich auf diese Tradition natürlich nicht verzichten. Also kurz vor Mitternacht – ca. 3 Minuten vorher – verließ ich meinen Platz, um mich auf die nächstbeste Treppe oder Bank zu stellen.

Jetzt stell dir vor, da drehe ich dem Ozean doch gerade meinen Rücken zu, da geht das Feuerwerk los!?

Als Backpacker Silvester in Australien verbringen

Feuerwerk am dem Ozean zu Silvester. Traumkulisse!

Ich dachte mir auch nur, was geht denn jetzt ab. Nun wusste ich nicht, was ich zuerst machen sollte. Ich bin schnell zur Treppe gehuscht, verspätet reingesprungen, hab anschließend beim Gruppenkuscheln mitgewirkt und mich dann wenige Minuten später dem Feuerwerk gewidmet.

Ich muss zugeben, das Feuerwerk war sehr, sehr schön, insbesondere das Finale hat mir gefallen.

Australisches Silvester hat mich enttäuscht!

Jetzt habe ich doch eigentlich nichts Schlechtes erzählt, warum bin ich dann enttäuscht?! Das kann ich dir erzählen. Es geht damit los, dass Knallen im privaten Haushalt in Australien verboten ist. Dies bedeutet, man ist auf die öffentlichen Feuerwerke angewiesen. Hinzu kommt, dass es aber nicht erlaubt ist, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Diese Entscheidung hat Vor- und Nachteile und ich möchte sie auch nicht in Frage stellen, da ich sie eigentlich befürworte, aber nichtsdestotrotz würde diese Kombination in Deutschland meiner Meinung gar nicht möglich sein. Deutsche können nicht ohne Alkohol und wenn sie ihr Neujahr dann aber auf der Straße feiern sollen, würde eventuell keine Stimmung aufkommen, da für viele der Alkohol die Laune aufheitert.

Nächster Aspekt, der mir negativ auffiel, war der fehlende Countdown. Es wurde nicht heruntergezählt und da jede Armbanduhr anders geht, kann man sich darauf nicht verlassen.  So kam es, dass ich beispielsweise verspätet im Jahr 2016 gelandet bin…

Was mich aber am meisten verwundert und auch gestört hat war, die „kalte Atmosphäre“, die vorherrschte.  Sobald es 00:00 Uhr ist, liegen sich doch alle Menschen in den Armen und wünschen sich nur das Beste fürs kommende Jahr, nicht wahr?

Was haben dagegen die Australier gemacht? Sie saßen am Strand und sahen sich einfach nur das Feuerwerk an. Es gab kein Anstoßen, keine Wünsche, keine Zärtlichkeiten, nichts dergleichen.

Hier siehst du das Silvester Feuerwerks Finale

Natürlich habe ich DAS Finale für dich festgehalten.

Aber der krönende Abschluss für mich kam nach dem Feuerwerk, als alle einfach aufgestanden und gegangen sind. Es wurde nicht mehr gefeiert, die Umarmungen blieben weiterhin aus und geredet wurde auch kaum.

Ohne Witz, wir und andere Deutsche waren ca. 00:15 Uhr fast die einzigen am Strand !!

Hinzu kommt, dass ich nicht mal meine eigenen Traditionen bewahren konnte und auch keinen Pfannkuchen hatte. -.-

Genug gemeckert, da die anderen aus meiner Gruppe reichlich Alkohol getrunken haben, war ich dafür verantwortlich, alle nach Hause zu fahren, wo ich zu sehr später Zeit auf dem Vordersitz Schlaf fand…

Am nächsten Morgen bin ich zu deutscher Zeit noch ein weiteres Mal ins neue Jahr gesprungen und diesmal auch nicht verspätet. Na ja, doppelt hält besser, nicht wahr?

 

Liebe Grüße,

Vani

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Weihnachten als Backpacker in Australien

13. Australisches Weihnachten nach deutscher Art

Fröhliche Weihnacht‘ überall. In diesem Eintrag wirst du, lieber Leser, noch ein weiteres Mal in die Vergangenheit katapultiert und erlebst mein australisches Weihnachten. Australiens und Deutschlands Traditionen sind nämlich nicht ganz gleich.

Weihnachten unter Palmen – Gut oder Schlecht?

Vorab gebe ich dir ein paar Grundinformationen, damit es leichter ist, meinem Eintrag zu folgen. Weihnachten in Australien ist ähnlich aufgebaut wie in Deutschland. Es gibt den 24. Dezember, welchen man hier zu Lande als Christmas Eve bezeichnet, übersetzt heißt es nichts anderes als Heiligabend. Der 25. ist der Christmas Day, welcher als Tag der Geburt Jesus Christi gilt. An diesem Tag feiern die Australier ihr eigentliches Weihnachtsfest, wo sich auch die Geschenke überreicht werden. Den letzten Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember, nennt man auch Boxing Day. Dieser Tag unterscheidet sich am stärksten zu unserem Feiertag, da es nach unserer Tradition dann eigentlich schon kein Feiertag mehr wäre, weil die meisten Australier nämlich schon wieder arbeiten. Die Besonderheit an diesem Tag ist, dass die Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern Geschenke erhalten.

Weihnachten haben wir in Airlie Beach „gefeiert“. Für uns bedeutete das, am Christmas Day, bei 38 Grad im Schatten, faul rum zu liegen und nichts zu tun. Von Weihnachten keine Spur!

Ich kann dir ja mal sagen, woran man trotzdem gemerkt hat, dass auch Australien Weihnachten feiert: Die Geschäfte schlossen früher als sonst (hatten aber trotzdem jeden Tag auf, abgesehen vom Christmas Day und New Year’s Day), es gab Geschenkpapier und mehr Auswahl an Leckereien zu kaufen, die Verkäufer waren lustig verkleidet und es gab einen Weihnachtsmarkt.

Was mir jedoch gefehlt hat:

Die typischen Plätzchen wie Spekulatius, Vanillekipferl oder Engelsaugen, der Schnee, unser traditionelles Räuchermännchen, die Kälte, welche einem die Möglichkeit bietet, warme Getränke zu schlürfen und natürlich das familiäre Zusammenkommen!

Ein Weihnachten war es für mich auf keinen Fall, weder ein Australisches noch ein Deutsches. Ein Australisches aus dem Grund nicht, da wir zu dieser Zeit in einem Auto lebten und keinerlei Kontakt zu richtigen Australiern hatten und kein deutsches Weihnachten, da dafür alle oben aufgezählten Dinge fehlten. Eine gute Sache hat es aber letztendlich doch, ich weiß mein Weihnachten von Daheim nun mehr denn je zu schätzen. Falls ich Weihnachten wieder einmal auswärts verbringen sollte, dann ausschließlich in noch kälteren Regionen.

Bevor ich nun aber zu unserem „Fest“ komme, möchte ich einmal kurz von dem Weihnachtsmarkt berichten.

Mit Spiel und Spaß Geschichte von Jerusalem entdecken!

Im Gegensatz zu Deutschland, war der Weihnachtsmarkt in Townsville sehr auf Kinder ausgelegt. Der Markt wurde in zwei große Bereiche unterteilt, der eine stellte die Stadt Jerusalem dar und der andere bestand aus Essensständen und Showprogramm. In der „Stadt“ Jerusalem konnte man ein Spiel spielen, wobei man englische Rätsel lösen musste und dabei Buchstaben gesucht hat. Das Ganze lief auf Zeit.

Weihnachten in Australien

Der kirchliche Hintergrund spielte auf diesem Weihnachtsmarkt eine große Rolle!

Wir versuchten uns auch an diesem Spiel, hatten aber nach den ersten paar Buchstaben schon so unsere Probleme. Verzweifelt standen wir herum und wussten nicht, wie es weitergeht. Eine Mitarbeiterin die in dieses Spiel involviert war, sah unsere Fragezeichen im Gesicht und eilte uns zur Hilfe. Sie gab uns aber keinen Tipp, nein, sie schrieb einfach gleich das komplette Lösungswort auf. So waren wir verständlicher Weise sehr schnell fertig und bekamen eine Rute gefüllt mit Smarties geschenkt.

Weihnachtsmarkt – gute Alternative für hungrige Backpacker!

Ebenso in Jerusalem befand sich ein Backstand, wo frisches Brot hergestellt wurde.

Brot des Lebens

„Brot des Lebens“ heißt die Aufschrift übersetzt, wobei Bezug auf die Geburt Jesus genommen wurde.

Das war mit einer meiner Lieblingsstände, weil immer frische Brotklumpen zum Probieren angeboten wurden und diese im Vergleich zum restlichen australischen Brot wirklich Klasse schmeckten. Dazu wurde ein Stäbchen mit Margarine gereicht.

Du kannst dir ganz einfach Stockbrot aus dem Steinofen vorstellen, dann weißt du, was für einen Geschmack ich auf der Zunge hatte.

Hier haben wir uns jeden Tag (der Markt ging über drei Tage) voll gefuttert, so dass ein Abendbrot nicht mehr von Nöten war.

Neben dem Brotstand gab es einen Stand, der kostenlosen Tee, Kaffee und Kuchen anbot.

Wundeschönes Weihnachten

Die Mitarbeiterinnen sind alle Volunteers, also Freiwillige, die den Leuten ein wundervolles Weihnachten bescheren wollen.

Es gab zwar leider nur ein Sorte Kuchen, der sogenannte Christmas Cake, aber besser als nichts.

Schwarztee zum Kuchen in Australien

So sah das Stückchen Kuchen aus, was man bekam, dazu einen warmen Schwarztee. WARM? Im Sommer? Nicht mein Fall.

Der Kuchen war ein normaler Rührteig mit getrockneten Früchten drin. In Australien der sogenannte „fruitcake“. Für mich als leidenschaftliche Bäckerin ein Katastrophenkuchen, aber für die Backpackerin Vanessa ein Gaumenschmaus.

Wenn wir weiter in Jerusalem vordringen, kommen wir zu dem Krippenspiel, was es wahrscheinlich international auf jeden Weihnachtsmarkt zu finden gibt.

Kind beim Krippenspiel

Das Kind hat den Abend über kein einziges Mal geschrien, hoffentlich haben sie es nicht auf Drogen gesetzt.

Zudem gab es noch eine Theateraufführung, wo die Geschehnisse zur Geburt Jesus Christi nachgespielt wurden und einen Streichelzoo, wo man Ziegen begegnen durfte.

Kommen wir zur zweiten Hälfte des Weihnachtsmarktes. Hier gab es sehr viele Essensstände, wovon man aber das meiste kaufen musste. Es gab ein Karussell, welches kostenlos war. Chris und ich wären gerne damit gefahren, aber die Schlange war zu jeder Zeit gerammelt voll.

So ließen wir uns bei einem Zauberer nieder, der verblüffend(e,) einfache Tricks zeigte. Anschließend gingen wir zu einem Stand, wo man Lebkuchenhäuser basteln durfte. Einzige Sache, man verwendete keine Lebkuchen (ich bin mir nicht mal sicher, ob es Lebkuchen in Australien überhaupt gibt), sondern Kekse, Gummibärchen und Zuckerguss. Wir waren so stolz auf unser Haus, so dass wir es den Abend und nächsten Tag über in seiner ursprünglichen Form beließen und erst Tage später aufmampften.

Haus selber gebaut aus Plätzchen

Jajaja, auch in jungen Jahren ist man heutzutage schon in der Lage, Häuser zu bauen!

Die Abende über wurden wir von Livemusik begleitet und bekamen an anderen Ständen Körperbemalungen, weitere Snackproben oder noch mehr Christmas cakes…

In Australien ist es warm zu Weihnachten

Irgendwie seltsam und spärlich, aber dennoch süß.

Shortstory über unser Weihnachten!

Wir feierten Weihnachten nicht wie die Australier am 25. sondern am 24., wie es bei uns in Deutschland üblich ist.

Dafür fuhren wir an einen Strand mit kleinen Häuschen, wo man an öffentlichen Grills kochen durfte.

Für meine Verhältnisse ganz untypisch für Weihnachten, gab es Grillfleisch mit Kartoffel- und Gemüsesalat sowie Toast.

Als Deko diente uns ein geschmückter Tannenbaumen und Weihnachtsmusik.

So sah ein Weihnachtsbaum in Australien aus

Ich habe noch nie in meinem Leben an Weihnachten so selten Weihnachtslieder gehört.

Nachdem wir den Abend ruhig ausklingen ließen, verliefen die restlichen „Weihnachtsfeiertage“ sehr sommerlich am Wasser mit Sonnenbrand und Nickerchen im Auto.

Da diese Zeit überwiegend besinnlich im Kreise der Familie gefeiert wird, kam ein gewisses Heimweh auf und ich war froh, als die Tage vorbei waren. Nichtsdestotrotz, bin ich nun um eine Erfahrung reicher!

Liebe Grüße

eure Vani

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Backpacker Auto

11. Roadtrip – Auf nach Townsville und Airlie Beach

Merry Christmas meine lieben Leser, heute nehme ich euch mit auf meinen Roadtrip, bitte den Sicherheitsgurt anlegen, fasten seat belt!

Australien – Roadtrip mit dem Auto!

Was verbindet ihr mit einer Reise in einem Auto?
Freiheit, Unabhänigkeit und Flexibilität oder doch eher Platzangst, Mangel an Hygiene und Sauerstoffknappheit?

Hier bekommst du, wunderbare Eindrücke über unseren Roadtrip die zum Schmunzeln und zum Mitfiebern einladen:

Vom Wald auf die Tankstelle!

Von Cairns nahmen wir erstmal eine einstündige Fahrt auf uns, um am späten Nachmittag auf einem Campingplatz in einem Dörfchen namens Babinda zu landen. Das Dorf bestand aus einer Straße mit einem Supermarkt, einem Restaurant und einem Hotel? (Okay…).

Roadtrip

Das stille Örtchen Babinda begegnete uns auf unserem Roadtrip!

Der Campingplatz lag etwas abseits im Wald.

Backpacker Parkplatz am Wald

Suchspiel: Finde unser Backpacker Mobil und tippe mit dem Finger drauf!

Es gab Duschen, Toiletten und keinen Strom, es wurde hier gemeckert und dort bemängelt und letztendlich durften wir feststellen, dass dies eigentlich ein sehr gut ausgestatteter Campingplatz war!

Aufgrund einer Regenwelle blieben wir länger als geplant einen weiteren zweiten Tag. Am dritten Tag fuhren wir dann bei strömenden Regen weiter nach Townsville. Von vielen Backpackern aus Cairns haben wir nur Schlechtes über dieses Städtchen gehört, aber siehe da, uns gefiel sie sehr gut.

15 Minuten Fahrtweg vom Stadtkern aus befand sich unser nächster „Campingplatz“. Wie ich es eigentlich genannt hätte? Tankstelle. Mehr war es auch nicht.

Lediglich hinter der Tankstelle befanden sich einige Parkplätze, auf denen man über Nacht bleiben und schlafen konnte.

Backpacker Parkplatz

Wenn der Parkplatz voll war, dann voll mit Backpackern!

Für die eigene Pflege diente die Tankstellentoilette.

Unser Backpacker Auto

Hier siehst du unser geräumiges mobiles Backpacker-Zimmer mit vielen Fenstern!

So lebt man auf dem Roadtrip „mit“ dem Auto im Auto. Sieht vielleicht etwas chaotisch aus!!!    Aber die Freiheit und der Spaß machen die Unannehmlichkeiten locker wieder wett!

Urlaub in Townsville!

Townsville ist eine australische Stadt mit  ca. 190.000 Einwohnern. Townsville liegt im nördlichen Queensland (das ist an der Ostküste in Australien). An das trockene, tropische Klima müssen sich Rucksack Touristen -wie wir es sind- erst einmal gewöhnen.

Palmen in Australien

Eine Palmenstadt, in der mal nicht der Tourismus lebt – wunderschön!

Unser Tagesablauf für rund drei Tage sah wie folgt aus:

Backpacker Auto

Sieht vielleicht ein bisschen eng aus, aber ich muss zugeben, dass war es nicht, da bin ich schon schlimmeres „Gequetsche“ gewohnt.

Wir ließen uns auf unserem Roadtrip morgens von der Sonne wecken.

Nachdem wir sporadisch gefrühstückt haben, wurden unsere Backpacker Rucksäcke auf die ausgeklappte Rückbank geworfen und wir nahmen die vorderen Plätze ein. (Diese Prozedur mit Umräumen und Ausräumen und Einräumen machten wir jeden Tag!)

Anschließend sind wir an den Strand von Townsville gefahren, der lustigerweise ‚The Strand‘ heißt.

Lustiges Straßenschild in Australien

Wie die Australier das wohl aussprechen? Klingt für mich dann wie „Denglisch“!

Da es einem nicht empfohlen wird, zwischen November und Mai in dieser Region im Ozean baden zu gehen (aufgrund gefährlicher Quallen), badeten wir immer in einem öffentlichen Pool, den die Australier als „Lagune“ bezeichnen.

Palmen in Australien

Schließe deine Augen und denke dir du bist mit uns an der Ostküste. Spürst du den Wind und hörst das Rauschen der Palmenblätter?

Im Anschluss stand unsere tägliche Dusche an, diese fand aber nicht wie gewohnt „zu Hause“ statt, sondern am Strand. In unserer guten Tankstelle kann man nämlich nur unter Bezahlung duschen und das kam für uns natürlich überhaupt nicht in Frage. 😉

Duschen für Backpacker

Duschen unter schöneren Bedingungen hätte man sich eigentlich nicht vorstellen können, wären da nicht die gaffenden Blicke und der kalte Wind.

So kam es halt, dass Haare in der Öffentlichkeit gewaschen werden mussten.

Am Abend kochten wir noch ein schnelles Dinner, damit wir vor dem Dunkelwerden fertig wurden.

Backpacker Essen

Instantnudeln, mmhh, eines unser Lieblingsessen *hust*!

Danach sieht man nämlich so gut wie Nichts mehr, was jegliche Draußenaktivität erschwert.

Ankunft in Airlie Beach!

Nachdem wir rund drei Tage in Townsville verbrachten, ging es kurz vor Weihnachten weiter nach Airlie Beach.

Kleiner Einwand zum besseren Verständnis: Babinda und Townsville waren nur eine Zwischenstation, Airlie Beach war unser eigentliches Ziel.

In Airlie Beach machten wir halt, um uns die wundervollen „Whitsunday Islands“ anzusehen. Ich hoffe, ihr erinnert euch, dies war ein Punkt auf unserer Reiseliste.

kein Campingplatz – Roadtrip Probleme!

Dort angekommen, suchten wir zuerst verkrampft nach einem kostenfreien Parkplatz (WikiCamps hilft, das ist „DIE Backpackerapp“, die jeder haben muss), um anschließend an einer weiteren „Lagune“ Entspannung zu finden.

Hier siehst du die schön Langune

Diese „Lagune“ ist größer als die in Townsville, dafür aber auch wärmer.. *ihh*!

Um einen Schlafplatz wollten wir uns später kümmern…

Die Zeit verging und es wurde abends. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten, entweder täglich eine halbe Stunde Fahrt auf sich nehmen, um einen Campingplatz außerhalb aufzusuchen oder auf einem überteuerten Campingplatz Rast machen. Beides war uns nicht Recht und wir suchten nach einer Alternative. Andere Backpacker empfohlen uns, einfach auf einem öffentlichen Parkplatz zu schlafen und dies taten wir letztendlich auch.

Backpacker und Rucksack Touristen sollen hier nicht Campen

Neben diesem Verbotsschild schliefen wir *Outlaws* ganz dreist im Auto!

Die nächste Nacht verlief nicht so reibungslos, denn ein Sicherheitsmann verscheuchte uns persönlich vom Platz und wir waren nach langem hin und her überlegen gezwungen, 23:00 Uhr zum 38 km entfernten Schlafplatz zu fahren. Wie sich herausstellte, war dieser eine Einbuchtung an der australischen Autobahn. Der einzige Hinweis, dass wir richtig waren, zeigte uns ein Parkplatzschild und eine Mülltonne.
Das einzig Gute an der Sache war der klare Sternenhimmel, der im Zentrum Australiens sehr gut sichtbar wird.

In der nächsten Nacht versuchten wir es noch einmal auf dem öffentlichen Parkplatz in Airlie Beach. Und-wir wurden nicht erwischt und konnten in Ruhe schlafen.

Parkplatz in Australien mit super Aussicht

Unsere Aussicht vom Parkplatz aus war herrlich!

Das Leben in Airlie Beach!

Airlie Beach ist ausschließlich touristisch angelegt. Überall stehen Hotels und Ferienwohnungen und die Reiseunternehmen werben mit Ausflügen.

Promenade für Touristen an der Küste

Erinnert euch das auch an die typischen Urlaubspromenaden?

Ich muss sagen, es fühlt sich komisch an, in solchen Gegenden unterwegs zu sein, ohne typischen Hotelurlaub zu machen.

An sich ist die Stadt aber nicht schlecht, länger bleiben als nötig oder hier arbeiten würde ich trotzdem nicht wollen. Da wir aber in Townsville nur maximal drei Tage auf der Tankstelle verharren durften, waren wir dazu gezwungen, schon kurz vor Weihnachten nach Airlie Beach zu fahren. Unser Aufenthalt dort zog sich dementsprechend über sieben Tage hin.

Sieben Tage wurde also nur gegammelt, gesonnt, gebadet und gegessen.

Krönender Abschluss war meine 3-Tagestour zu den „Whitsundays Island“ von der ihr im nächsten Blogeintrag mehr hören werdet.

Liebe Grüße

eure Vani

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Hoste Eingang

10. Corona Backpackers – Unser 3. Hostel

Hallihallo meine Lieben, hier kommt unser Resumé von Hostel Numero Drei.

Super soziales Personal & stille Bewohner!

Angekommen mit unserem Backpacker Rucksack in Cairns suchten wir uns ein relativ billiges Hostel, da die Ostküste sehr teuer ist und wir als Backpacker unser erarbeitetes Geld nicht gleich wieder ausgeben wollten.
So landeten wir im „Corona Backpackers“, ein sehr kleines Hostel (das oft übersehen wird) im „Stadtkern“ Cairns.

Hoste Eingang

Der Hosteleingang, könnte man glatt dran vorbeilaufen 🙂

Schräg gegenüber von unserem Hostel befand sich das „Gilligans“, ein sehr beliebtes, pompöses Hostel, dass einem Hotel für Jugendliche gleicht. Das es teuer ist, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen…!

Hier siehst du ein Foto vom Gilligans

Das „Gilligans“ in Australien!

Trotz vieler Gegenstimmen, die sich im Hostelvergleich fürs „Gilligans“ entscheiden würden, schloss das „Corona Backpackers“ bei uns recht gut ab.
Als wir ankamen, hätten wir eigentlich ein Zimmer ohne Klimaanlage bekommen müssen. Wir bekamen jedoch ein Zimmer mit Aircon, für den gleichen Preis wohlgemerkt. Das lag daran, dass die Zimmer relativ leer waren und ein ungekühltes Zimmer bei der Hitze nicht human wäre.

Backpacker Rucksack im Hostel

Zimmer im Hostel – genug Platz für unseren riesigen Backpacker Rucksack!

Auf kleine Hostels zurückzugreifen, kann manchmal doch sehr von Vorteil sein.

Wir bekamen noch zwei Zimmernachbarn, darunter einen Franzosen und einen Kanadier. Der Franzose kam frisch in Australien an, weswegen sich seine Verständigung in Grenzen hielt. Ganz im Gegensatz zu dem Kanadier, der täglich fröhlich vor sich hin plapperte.
Als einziges Mädchen habe ich mich schon sehr minderwertig gefühlt, auch was den Geruch anbelangte…

Mit Fremden im Hostel duschen -.-

Die Bäder waren Unisex, also für jeden betretbar. Auch im Vergleich zu der hohen Anzahl an Zimmern, gab es relativ wenig Duschen und Toiletten. Gereicht hat es komischerweise trotzdem immer.
Ein bisschen ungewohnt waren die öffentlichen Duschen im Vergleich zum Hostel im Perth dann doch. Plötzlich hatte man nicht mehr sein eigenes Badezimmer, wo man seine ganzen Sachen ablegen konnte.
Hier gab es nur eine kleine Stange, die dazu diente, meine Sachen zu halten, in der Hoffnung, dass sie NACH dem Duschen noch da waren.

Ebenfalls ein komisches Gefühl verliehen mir die Duschbegrenzungen. Es befinden sich immer jeweils zwei Duschen nebeneinander. Ein Fenster nach Draußen wurde durch eine dieser Duschwände getrennt, sodass man theoretisch mit seinem Kopf einen Blick durch das Fenster in die andere Dusche werfen hätte können. Einmal musste ich mit jemand anderem Wand an Wand duschen und jede Sekunde habe ich erwartet, ein Kopf würde in meiner Dusche erscheinen.

Einzelduschen gab es nicht im Hostel

Gemeinschaftsduschen im Hostel!

Kochen im hosteL – nur, wenn nötig, bitte :/

Einen Minuspunkt gibt es dann doch. Die Küche war zu klein. Es gab nur vier Herde, für wie viele Zimmer????
Kleine Küchen schrecken ab, so wurde dort nur selten gekocht und eher schnelles Essen zubereitet.
Man konnte in so einer Küche seiner Kreativität nur wenig freien Lauf lassen, aber da wir dort nur einen kurzen Aufenthalt geplant hatten, war das für uns nicht von Bedeutung.

schlechte Hostel Küche

Dieses Mal war unsere Küche nicht so empfehlenswert!

Fazit – Empfehlenswertes Hostel!

Nochmal zusammenfassend zu sagen ist: Nach Cairns muss Jeder, denn dort wartet das „Great Barrier Reef“ auf einen und das „Corona Backpackers“ eignet sich ideal für einen kurzen Aufenthalt in der Stadt. Man hat sehr schöne, geräumige Zimmer und alles was man noch als Reisender braucht, eine Küche, Duschen, Waschmaschine und Trockner und sogar w-lan (p.s. wenn das auch nicht vom Hostel war 😉 Insiderwissen ist alles).

Nichts desto trotz vermisse ich mein bequemes Schlafsofa und meine eigene Dusche zuhause!
Auf andere Leute trifft man auch hin und wieder mal, überwiegend in der Küche oder in seinem Zimmer, aber da die meisten eh aus Deutschland kamen, war mir das nicht so wichtig, mit denen in Kontakt zu treten, da es ja die anders Sprechenden sind, denen ich meine Beachtung schenke.

„Corona Backpackers“ immer wieder gerne!

Liebe Grüße

Vanessa

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great barrier reef

9. Great Barrier Reef – eines der schönsten Riffs der Welt

Hallo lieber Leser, hast du auch schon mal davon geträumt, dass größte Riff der Welt zu sehen? Also ich schon. Seit meiner Ankunft hier in Australien habe ich mich darauf gefreut und nun war es endlich soweit.

Das Perfekte Wetter für den Ausflug zum Great Barrier Reef!

Es gibt dutzende Agenturen die einem einen Ausflug zum Great Barrier Reef anbieten wollen. Aber welches Angebot für den Ausflug soll man nehmen? Man kann sich hier vor Ort zwischen mehreren Auswahlmöglichkeiten entscheiden. Entweder du fährst mit einem Glasboot raus zum Riff und siehst dir die Fische vom Boot aus an oder du schnorchelst bzw. tauchst oder du fliegst über das Great Barrier Reef.
Ich habe mich für die Flugvariante entschieden und es nicht bereut. Gebucht habe ich meine Tour in einer der Reiseagenturen. Wo spielt letztendlich keine Rolle, da jede Agentur die gleichen Preise anbietet. Ich habe einfach verschiedene Anbieter besucht und gesagt:

„Na ja, die andere Agentur bietet es mir aber billiger an…“

und dann habe ich mich irgendwann für den besten Preis entschieden. So konnte ich den eigentlichen Preis für 179$ auf 160$ runterhandeln.
Mit GSL Aviation ging es für mich zu einer der größten Sehenswürdigkeiten Australiens.

Mit dem Rucksack im Flugzeug über das Reef

Mit diesem Flugzeug bin ich „Copilot Vani“ mit meinem Backpacker Rucksack über das Great Barrier Reef geflogen!

Als „Co-Pilot VanI“ über den Wolken!

Ich wurde direkt vor meinem Hostel mit einem Shuttle abgeholt, welches mich zur Flug- & Landebahn brachte. Dort angekommen, wurde unsere Gruppe – die hauptsächlich aus Chinesen und mir bestand – aufgeteilt. In dem Motorflugzeug, wo ich saß, waren wir zu acht.

Da ich ohne Partner flog, hatte ich das große Glück, dass ich ganz vorne neben dem Piloten sitzen durfte. Mein Platz war ebenfalls mit Headset, Lenkrad und Gaspedal ausgestattet (bedienen durfte ich es nur leider nicht).

Viele Instrumente im Flugzeug Cockpit

So sah das Cockpit im Flugzeug aus.

Den Flug über hatte ich also nicht nur Seiten- sondern auch Frontblick – ein unglaubliches Gefühl!

 

Ausblick aus dem Flugzeug, sehr hoch

Ein Ausblick aus schwindelerregender Höhe!

Schon allein der Flug in so einem kleinen Flugzeug war eine Erfahrung wert, da es sich ganz anders anfühlt als in einer großen Passagiermaschine.

Great Baria Reef

Bei super Wetter, hatte ich eine tolle Sicht auf das Great Barrier Reef!

Die Windbewegungen und das Gefühl beim Start und bei der Landung gehen einem viel mehr unter die Haut. Hinzu kommt jetzt noch die großartige Aussicht auf das Great Barrier Reef.

Subjektives Fazit eines Backpackers in der Luft!

Es war fantastisch. Nur von oben kann man realisieren, wie umfangreich das Great Barrier Reef doch wirklich ist. Ich meine, dass Riff erstreckt sich auch über 25.000km, dass kann man nicht einfach mal so mit einem Boot abfahren.
Mit dem Flugzeug legt man mehr Weg zurück, aber auch nicht ausreichend, dass man sagen kann, man hat alles gesehen . Du musst dir vorstellen, auf dieser 25.000 km langen Strecke liegen die Riffs nicht direkt nebeneinander, sie erstrecken sich eher wie helle Flecken über den dunkelblauen Ozean.

great barrier reef

Das war nur ein kleiner Teil des gesamten Riffs, was ich zu Gesicht bekommen habe. Es ist unglaublich groß.

Zwischendurch hat uns unser Pilot sämtliche Informationen über diese Naturschönheit zukommen lassen.
Wir wurden immer aufgeklärt, über welches Riff wir gerade geflogen sind und wie alt es ist, wie es zu seinem Namen kam und und und…

great barrier reef

Hier siehst du das unglaublich schöne Great Barrier Reef von oben!

Es ist das größte Korallen-Riff der Welt und ein absolutes Paradies für Taucher. Ich konnte es leider aus Zeitgründen nicht schaffen dort tauchen zu gehen. Doch es lauern dort auch einige Gefahren, die man als Wassersportler beachten sollte. Es gibt dort giftige Pflanzen und Tiere wie der Dornenkronenseestern. Daher ist es zu empfehlen einen Trockenanzug beim tauchen zu tragen, um den Kontakt zu vermeiden.

Ich würde Jedem, der vor hat, das Great Barrier Reef zu besuchen, einen Scenic Flight ans Herz legen.
Denn, es lohnt sich immer !!!

Es gibt einen Scenic Flight, wo die Route direkt über dem Heart Reef verläuft.
Kleiner Tipp von mir für Backpacker mit Rucksack, Pärchen oder Romantiker: Bucht solch einen Flug, das – ins deutsche übersetzte – Herzriff ist eine der besten Aussichtspunkte von oben.

Liebe Grüße

Vanessa

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Hier das Fazit zu unserem 6 Backpacker Wochen in Perth

7. Sechs Wochen in Perth, Australien – mein Fazit

Hallo lieber Leser, sechs Wochen ist es mittlerweile her, dass ich als Backpacker australischen Boden betreten habe. Angefangen haben mein Reisepartner Chris und ich in Perth, die größte Stadt Western Australias.

Perth als Backpacker – nicht länger als 14 Tage!

Zuerst waren wir beide nicht so angetan von der Stadt. Wir haben uns Australien irgendwie anders vorgestellt. So hieß es für uns, nur 2 Wochen, maximal! Wenn wir unsere Tax File Number haben, verschwinden wir.
Nun stelle dir vor, du bist am Anfang deiner Reise, willst so sparsam leben wie möglich, da du ja noch viel sehen möchtest, musst aber mindestens zwei Wochen auf deine Dokumente warten. Was tun in der Zeit, ohne viel Geld auszugeben?
Das war eigentlich der Ausgangspunkt für die Entscheidung, doch länger zu bleiben.

so leer ist es leider nicht immer

So sehen Australiens Straßen aus, wenn sie leer sind.

So ist es letztendlich dazu gekommen, dass wir 6 Wochen in dieser wundervollen Stadt blieben. Ja, du hast richtig gelesen, die Stadt ist wundervoll!!!

Gründe für unseren längeren Aufenthalt in PertH!

Wie kam es dazu, dass aus den eigentlichen zwei Wochen sechs Wochen wurden?
Wir wollten, während wir auf unsere Tax File Number warteten, Geld sparen, weswegen wir uns ein Hostel suchten, in dem wir für unsere gratis Unterkunft arbeiten konnten. Uns wurde vorab aber gesagt, dass wir mindestens drei Wochen bleiben müssen. Also wurden aus zwei schon mal drei Wochen.
Dann fanden wir noch zusätzlich den Job im Restaurant. Auch hier wollten wir den Job nur zwei Wochen verrichten, sodass wir mit dem Auszug aus dem Hostel auch die Arbeit kündigen und uns mit unserer Tax File Number weiter auf Reisen durch Australien begeben können.
Soweit so gut, die australische Steuernummer bekamen wir schon nach sieben Tagen, gehen wollten wir trotzdem nicht, da sich Geld auf unserem australischen Konto ansammelte. Nach der dritten und eigentlich ja letzten Woche fanden wir kleine Einmaljobs, die uns zum Längerbleiben motivierten.
Chris durfte beispielsweise nachts in einem Club Gläser und Becher einsammeln und die Klos putzen, ich stand im selben Club an der Tür und musste Ausweise einscannen, um den Gästen Eintritt zu gewähren. Aufbauarbeiten bei einem Konzert von Ed Sheeran standen auch mal auf der Tagesordnung.
Wir haben viel 19 – – 23 – – 26 ge——– – muss man dazu sagen! Real Backpacker lassen sich von so etwas ja nicht abhalten. 😀

Weitere Gründe waren die Leute, die uns immer VERTRAUTER wurden und die man ins HERZ schloss und auch die Straßen, die man IN und AUSWENDIG kannte.

Perth schönster Park!

Der Kings Park in Perth verhalf uns, sich wohlzufühlen. Eine wirklich atemberaubende Kulisse, die sich für jeden Anlass eignet.

Skyline Australien

Diese wundervolle Aussicht auf die Skyline der Stadt hat man vom Perth Kings Park aus.

Wir haben dort oben schon so einiges gesehen: Hochzeiten, Junggesellenabschiede, Fotosessions von Abschlussschülern und so weiter…

Skyline Perth Stadt in Australien

Auch hier ein Blick auf die Skyline von Perth in Australien!

Die meiste Zeit sind wir zum Kings Park gejoggt! Wobei die Strecke dorthin sehr abwechslungsreich war. Wir starteten in der Innenstadt, wo uns die Ampeln oft zum Anhalten aufforderten, liefen durch wunderschöne Parkanlagen, am Highway entlang und erklommen den schlimmsten Berg meiner Zeit!!! Doch alle Anstrengungen hatten sich gelohnt, sobald man OBEN angekommen war.

Backpacker Aussicht auf die Skyline von Perth

Kings Park bei Nacht – Aussicht auf die Skyline von Perth!

Sportliche Möglichkeiten in PertH!

Das Joggen reichte uns nicht, auch Frisbeespielen im Park stand öfter auf dem Programm. Immer Dienstagabend 18:30 Uhr bildet sich im Park am Belltower eine Gruppe, die zusammen Frisbee spielt. Dabei werden Teams gebildet und man spielt gegeneinander. Es geht darum, die Frisbee in einem Feld zu fangen und sich und seinem Team somit einen Punkt zu sichern.

Park in Perth Australien

Hier ein wunderschöner Park in dem Frisbee gespielt werden kann.

Liegt einem Fangen und Werfen nicht so, kann man Sonntags auch mit anderen Backpackern aus Australien oder den Einheimischen Fußball spielen.
Und wenn es keine Gemeinschaftsspiele sein sollen, dann kann man sich auch ganz einfach in einem Fitnessstudio anmelden, das funktioniert wöchentlich oder monatlich.

Nachtleben im Partyviertel – Backpacker Party!
Party für Backpacker

Die Musik in diesem Club traf leider nicht unseren Geschmack.

Fithalten kann man sich unteranderem auch durch das Abdancen in den nächtlichen Clubs von Perth. Mittwochs war immer „Backpackernight“ im Mustang. Mustang ist ein sehr beliebter Pub, wo des Öfteren auch Livemusik gespielt wird. Unser Hostel besaß für diesen Abend einen 100 $ Gutschein, mit dem man(n) sich meistens große Mengen Bier leistete. Für die Minderheit der Frauen gab es ab und zu auch mal etwas anderes (außer Bier).
Donnerstag besaß unser Hostel ebenfalls diesen Gutschein für den gleichen Pub. Hier wurde aber nur Vorglühen betrieben, weil es im Anschluss ins „The Game“ ging. Ein Club, dessen Eventveranstalter unser Hostel Besitzer ist. Dies ersparte uns das laaaange WARTEN am Eingang! Donnerstags lief in diesem Club immer Black Music, wozu man sich recht gut die Seele aus dem Leib tanzen konnte.

Durch einen unserer Mitbewohner kamen wir aber auch zu den nicht so bekannten, aber dennoch sehr interessanten Partys. Beispielsweise war ich das erste Mal auf einer Silent Disco Party. Diese fand unter freiem Himmel im Kings Park statt. Du bekommst Kopfhörer aufgesetzt und suchst dir einen von drei DJs aus und tanzt dazu. Das Ergebnis, manch einer tanzt schnell, manch einer hüpft wild umher und ein anderer tanzt ganz langsam.

Party im Club für Backpacker

Auf dieser Party (s. o.) konnte jeder seine Wunschmusik hören. (mit den Kopfhörern)

Es war jedenfalls sehr lustig anzusehen.

Party Backpacker

Hier wird ordentlich gerockt. Jeder tanzt zu seiner Musik!

Eine andere Party war die Fullmoon Party am Strand von Fremantle. Hier gab es keine DJs, sondern nur Instrumente und Gäste. Musik entstand, indem die Partygäste auf den Instrumenten spielten und man mag es nicht glauben, aber es entsteht dabei sogar tanzbarer Rhythmus.
Bei diesen Partys liefen sehr viele Hippies herum, die abends ohne Zögern auch einmal Nacktbaden veranstalteten.

Sonnenuntergang am Sunset Coast!

Wo wir gerade beim Thema Strände sind. Diese haben wir natürlich auch oft besucht. Unter anderem den Fremantle Strand, worüber ich schon im Blogbeitrag (Ausflug für Backpacker) nach Fremantle berichtet habe.
Aber auch Cottesloe Beach und Scarborough Beach ist uns vertraut.
Cottesloe Beach ist relativ groß, grenzt an einer Wohnsiedlung an und besitzt ein Café und Umkleidemöglichkeiten.

Hier waren im im indischen Ozean baden

Die größte und beste Backpacker Badewanne der Welt: Der indische Ozean!!!

Dies war unser erstes Mal baden im Indischen Ozean.

Backpacker Rucksack

Meinen Backpacker Rucksack habe ich am Strand eingebuddelt, um Ihn vor Hitze und Diebstahl zu schützen (als wir schwimmen waren).

Scarborough Beach liegt an der Sunset Coast, was so viel wie Sonnenuntergangsküste bedeutet. Demnach geht dort die Sonne über dem Wasser unter. Während meiner Zeit konnte ich einen atemberaubenden Sonnenuntergang mit Gewitter sehen. Dieses Zusammenspiel der Naturgewalten ließ einen ALLES Vergessen – auch wo man war!
Die Scarboroughs Wellen waren an diesem Tag sooo hoch, dass es mich mitgerissen hat und meinen Bikini gleich mit.
Wenn also gutes Wetter ist und die Bedingungen stimmen, eignet sich der Strand sogar zum Surfen.

Sonnenuntergang für Backpacker am indischen Ozean

Das war ein wunderschöner Sonnenuntergang am indischen Ozean!

Kommen wir jetzt aber mal zur Innenstadt von Perth, Perth City.

Perth in Australien - Fußgängerzone

So sieht die Stadt Perth in Australien aus (Fußgängerzone).

 

Die Innenstadt mit all ihren Erscheinungen, besonders kulinarisch: die James Street!

Es gibt zwei Malls, die ausschließlich für Fußgänger zu erreichen sind. In diesen Malls findest du ALLES, was dein Herz begehrt.

In der Stadt gibt es zwei große Supermarktreihen, einmal Coles und einmal Woolworth. Ein besser und schlechter gibt es eigentlich nicht. Man muss für sich selbst entscheiden, welchen man bevorzugt. Wir präferieren Woolworth, da dieser mehr Angebote zu bieten hat und im häufigsten Fall auch billiger ist. Colere Produkte dagegen haben sehr oft eine bessere Qualität. Es kommt also immer darauf an, was man kaufen möchte.

Um in die Stadt zu gelangen, kann man entweder zu Fuß gehen oder einen der vier kostenlosen Busse nehmen. Diese fahren alle 10 Minuten in jeweils unterschiedliche Richtungen, aber nur innerhalb der Innenstadt!

Ist man auf der Suche nach einem bestimmten Shop oder Ähnlichem, kann man ganz einfach die Information in der Hay Street Mall aufsuchen und wird dort kostenlos beraten.

Was ich unbedingt erwähnen möchte, ist die James Street, eine meiner bevorzugten Straßen in Perth. Aus dem simplen Grund, weil es dort eine Ben and Jerry’s Eisdiele gibt. Spaziert man hinein, wird man immer freundlich gefragt, ob man etwas probieren möchte. Hat man also mal Lust auf ein Eis, holt man sich sein Probierstäbchen dort ab. Ebenfalls in dieser Straße – gibt es die Chocolateria san Churro. Hier wird die spanische Spezialität frisch hergestellt, frittiert und anschließend mit einem Schokoladentip serviert. Jedes Mal, wenn ich daran vorbei gelaufen bin, lief mir das Wasser im Mund zusammen. Leider bin ich nicht dazu gekommen, diesen Laden auch nur ein einziges Mal zu betreten, aber von anderen habe ich durchaus gehört, WIE lecker es dort doch ist.

P.S. Wenn ich nochmal nach Perth gehe, werde ich dort aber wirklich mal reinschnuppern!

Skyline Australien Backpacker bei Nacht

Siehst du die ganzen Menschen die sich an der Skyline bei Nacht erfreuen?

An der Ecke der James Street befindet sich eine Leinwand, wo täglich Filme gespielt werden. Einmal, ich kam gerade vom Joggen, lief dort doch tatsächlich „Kevin allein zu Hause“. Ich hätte mich zu gerne in einen der kuscheligen Sitzsäcke gelümmelt und den Film verfolgt, doch der Hunger trieb mich nach Hause…

Wir haben Hunger!

Apropos Essen, am kleinen Hafen des Belltowers befinden sich zahlreiche Restaurants – unter anderem auch das Restaurant, indem Chris und ich gearbeitet haben – wo man (wortwörtlich) auf seine Kosten kommen kann.

Demnach nichts … für uns sparsame Backpacker! Ein Restaurant hat uns dann aber doch angezogen. Ein indisches Restaurant, namens Annalakshmi. Sehr komplizierter Name, aber den muss man sich nicht merken, du wirst es auch so finden.

Hier kann man sooo viiiiel vom Buffet essen, wie man möchte und man darf sooo viiiiel bezahlen, wie es einem WERT war. Also, nix wie hin und siehe da, es war das kleinste Buffet, welches ich in meinem Leben gesehen habe. (zwinker..) Nichtsdestotrotz fanden wir es sehr lecker und man wurde auf alle Fälle satt. Es gibt dort nur vegetarische, relativ scharfe Gerichte und zwei Desserts. Getränke kann man sich so oft nachnehmen, wie man möchte.

Am Ende durften wir uns wirklich aussuchen, wie viel wir bezahlen wollen. Die goldene Mitte zwischen gut und schlecht hat bei uns entschieden.

Hafen von Perth in Australien

Wir haben einen wunderschönen Springbrunnen mit Lichtspielen im Hafen von Perth gefunden.

Mit dem indischen Abend ließen wir unseren Aufenthalt in Perth ausklingen, bevor am nächsten Tag unser Flieger Richtung…wird nicht verraten 😉 ging.

Der Abschied von all unseren Mitbewohnern fiel uns schon relativ schwer, da man sie nach so langer Zeit ins Herz geschlossen hat. Ich vermisse Perth jetzt schon und werde höchstwahrscheinlich Perth in meinem Backpacker Jahr noch einmal besuchen!

Liebe Grüße

Vanessa

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Das letzte Essen im Flugzeug

1. Start – Frankfurt -> Singapur, Singapur -> Perth

Hallöchen lieber Leser,

hier in unserem Reiseblog berichte ich von meiner Reise durch Australien. In meinem ersten Blogeintrag kannst du lesen, wie alles angefangen hat. Ausgangspunkt unserer Australienreise war der Flughafen in Frankfurt, los gehts:

Wir sind gut in Perth angekommen.

Insgesamt sind wir 17h geflogen. Die ersten 12 Stunden haben wir im A380 verbracht. Der Service dort ist erstklassig.
Gleich zu Anfang bekam man einen angefeuchteten warmen Lappen gereicht. Sowohl Chris als auch ich hatten keine Ahnung, was man damit machen soll.
Da die anderen Passagiere sich den Lappen in den Nacken legten oder sich damit das Gesicht rieben, taten wir dies ebenfalls.

Da der dritte Passagier in unserer Reihe fehlte, hatten wir das riesen Glück, dass dieser Platz den ganzen Flug über leer blieb.

Während des Fluges konnte man Filme schauen, Spiele an einer “Konsole” spielen oder x-beliebige Sprachen lernen.
Das Personal war immer nett und freundlich. Non-stop wurden Getränke nachgereicht und Snacks serviert.

Leckeres Essen im Flug von Frankfurt an

Hier seht ihr mal eine Auswahl der Snacks, an denen man sich uneingeschränkt bedienen durfte!

Die erste große Mahlzeit war unser “Mittag”.
Es gab geräucherten Lachs in Weißweinsauce mit Kartoffeln und Gemüse. Dazu ein Brötchen, ein Salat mit kaltem Lachs und Goudakäse.

Reise nach Australien

Kalter Lachs im Flugzeug auf dem Weg nach Australien.

Das geilste war aber immer noch das Dessert, ein großes Magnum Eis – white!

Eis im Flugzeug als Desert

Purer Luxus – Eis im Flugzeug.

Zwei Stunden vor der Landung (05:10), wo wir endlich mal ein bisschen Schlaf fanden, gingen die Lichter an und die nächste große Mahlzeit wurde serviert.

Mahlzeit vor der Landung im Flugzeug

Die 2te große Mahlzeit – 2 Stunden vor der Landung

Dies war unser “Frühstück” (Eirolle mit Pilzen und Geflügelwurst, dazu Kartoffeln, Obst und Joghurt)
In Deutschland war es zu dieser Zeit 22:00Uhr. Ihr könnt euch also vorstellen, wie mein Magen und Kopf die Welt nicht mehr verstanden.

Landung in Singapur

Nach der erfolgreichen Landung in Singapur – die übrigens kein anderes Flugzeug hätte besser hinkriegen können – ging es für uns zum nächsten Gate …das laut Anzeigetafel schon geschlossen hatte!!!
Es lief aber alles glatt, unser Gepäck und mein Backpacker Rucksack wurden automatisch verladen und wir wurden ohne Probleme reingelassen.
Auch hier wieder schenkte uns Gott seinen Segen: das Flugzeug war ziemlich leer, sodass wir uns Sitze in der ersten Reihe ergatterten.
(Da wo sonst immer nur die Schwangeren sitzen dürfen ;P)
Noch besser war aber, dass hinter uns niemand saß und wir uns dadurch lang machen konnten.

Lange Flugzeit bis nach Australien.

Der nächste 5-stündige Flug wartete auf uns. Eingeleitet wurde das Ganze wieder einmal durch eine Mahlzeit.

Das letzte Essen im Flugzeug

Die letzte Mahlzeit vor der Landung in Australien.

Angeblich war das ein “Frühstück”.
Ich habe es jedenfalls nicht durchgehalten und mich auf die Früchte gestürzt. Der Rest (Nudeln mit Hühnchen in Sojasauce) musste unangerührt bleiben. ?

Liebe Grüße

Vanessa

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