Roadtrip für Backpacker

Auf dem Weg zur Zivilisation – Roadtrip

Hey du da draußen,  wie du sicherlich in meinem letzten Blogartikel mitbekommen hast, konnte ich wieder einen Punkt von meiner Liste streichen. Als Nächstes hieß es für uns, die zweite und auch letzte Hälfte des Roadtrips anzutreten.

Nachdem wir lange Zeit mit der nicht allzu unbekannten Aussicht fuhren,

Australische Straße

Was ich mit diesem Bild bewusstmachen will, wir nähern uns langsam aber sicher der Zivilisation. Ich schließe das aus der Zahl der entgegenkommenden Autos.

kamen wir irgendwann in der nächsten größeren Stadt an, von der meine Mama in einem meiner letzten Einträge schon gesprochen hat. Die Rede ist von Coober Pedy, eine Stadt komplett unter der Erde.

(K)eine Stadt unter der Erde!

Als wir dort ankamen, hatten wir es mitten in der Nacht, wodurch man nichts gesehen hat. So hieß es für uns, durchfahren und nach einem Schlafplatz suchen.

Am nächsten Morgen haderten wir mit uns, ob wir die 20 km nochmal zurückfahren sollten oder nicht. Der Gedanke, dass wir sehr wahrscheinlich nur einmal in unserem Leben im Outback sein werden, gewann die Oberhand und wir wechselten die Richtung.

Australische Stadt

Wenn man nicht dort gewesen ist, fällt es einem sicherlich schwer, die Häuser nicht nicht zu sehen!

Dort angekommen, wurden meine Erwartungen enttäuscht. Ich habe damit gerechnet, in eine Stadt zu fahren, wo es keine sichtbaren Gebäude gibt. Dies war jedoch nicht der Fall. Irgendwie auch logisch, so im Nachhinein, denn man kann gar nicht ALLES unter die Erde verlegen bzw. manche Dinge sind nicht nur wichtig für Anwohner, sondern auch für Durchfahrer von Bedeutung.

So war es auf dem zweiten Blick doch beeindruckend, da ich beispielsweise keine Wohnhäuser gesehen habe. Es gab nur Shops, Supermärkte, Tankstellen, Parkplätze und Laternen. Klingt für eine Stadt nun doch nicht mehr so viel…

Deponie

Ich vermute, unter diesem Berg befinden sich die ganzen Wohnungen. Oder es ist doch eine Deponie…

Im Nachgang, ist es mir immer noch nicht möglich zu sagen, WIE die Stadt von unten denn nun wirklich aussieht, da ich sie eigentlich nicht gesehen habe.

Wir vermuten, dass sich ausschließlich private Wohnungen unter der Erde befinden und da ist es natürlich nachvollziehbar, dass deren Betreten für Touristen untersagt ist.

Wir ließen uns jedoch nicht den kostenlosen Besuch im unterirdischen Museum entgehen. (Bilder zu schießen, war verboten.) Da erfuhr man etwas über die Entstehung Coober Pedys, deren Gründer und noch Randinformationen über das rote Zentrum und seine Ressourcen.

Zudem durfte ich feststellen, dass ein unterirdisches Haus doch ganz gemütlich sein kann, obwohl mir nach einer gewissen Zeit die Fenster fehlen würden. Da lebt sogar eine Katze!

Roadtrain!

Auf dem Weg kamen uns unzählige sogenannte Roadtrains entgegen. Übersetzt bedeutet das: „Straßenzug“ und sie tragen diesen Namen deshalb, weil sie 53 m lang sind. Sie sind so überwältigend gewesen, dass es jedes Mal aufs Neue gruselig war, so ein Ding zu überholen.

Roadtrain Australien

Wir haben so einen „Zug“ mal für dich festgehalten. Doch wie jedes Mal mit der besonderen Wirkung von Fotos, wirkt auch hier unser Motiv nicht wirklich angsteinflößend.

Auch kann man nicht wirklich einschätzen, wie lange es dauert, so einen überdurchschnittlich langen LKW zu überholen….

Da kann selbst eine über 10 km lange Straße plötzlich nicht mehr lang genug sein. 😀 Zumindest wenn du ein nicht so PS starkes Auto wie wir armen Backpacker fährst 😉

Die Zivilisation mit ihren Duschen!

Zwischen unserer letzten Dusche – VOR der Besichtigung des Ulurus –  und des Passierens Coober Pedy waren wieder viele weitere Tage vergangen und bevor wir unsere nächste Dusche erhielten, stellten wir einen neuen Rekord auf, denn erst am fünften „Ich-habe-nicht-geduscht-Tag“ bekamen wir sie endlich!

Port Augusta hieß das schöne Städtchen, welches ich immer positiv in Erinnerung behalten werde.

Da Port Augusta ein Küstenstädtchen ist, ging es für uns gleich bei der ersten Gelegenheit ans Wasser.

Campingplatz für Backpacker

Einer unserer Campingplätze lag direkt an einem Strand, wo wir die Sonne über dem Wasser untergehen sehen konnten.

Von da an, waren wir wieder in der ZIVILISATION unterwegs und auch wenn ich dennoch nicht jeden Tag duschen konnte, brachte es durchaus Vorteile mit sich! Tankstellen ermöglichten mir eine tägliche Katzenwäsche, die Temperaturen sanken nachts auf schlaffördernde 20 Grad und Handyempfang sowie AKKU hatte ich auch nach längerer Zeit einmal wieder.  Mein Backpacker Rucksack dienste mir als Kopfkissen.

Na ja und die Aussicht veränderte sich auch endlich wieder.

Wasser und Sonne in Australien

Ein Schnappschuss auf der Fahrt am Wasser entlang.

Der Anfang der Great Ocean Road!

Nachdem wir Adelaide hinter uns ließen (Ein sehr schönes Städtchen, dem ich viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe… „shame on me“), begann die Fahrt auf der Great Ocean Road (GOR). Eine 243 km lange Straße, die an Klippen entlangführt und mehrere wunderschöne Aussichtspunkte bietet.

Als wir laut Straßenschild die GOR befuhren, waren wir zunächst überrascht, da von Wasser weit und breit noch nichts zu sehen war. Auch nach 50 km umgab uns immer noch nur Buschland.

So stellte sich heraus, von den 243 km fuhren wir eigentlich nur 150 km wirklich am Wasser entlang.

Gor in Australien

Dieses Schild kann man nicht verfehlen. Damit auch wirklich jeder Letzte mitbekommt, dass nun die GOR beginnt.

Über die Aussichtspunkte der GOR berichte ich in meinem nächsten Artikel ausführlich, aber als kleiner Vorgeschmack:

Ausblick Australein

Siehst du die Spitze? Bis dahin sind wir diese Serpentinen mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h gefahren. Das hat lange gedauert, sag ich dir.

Liebe Grüße

Eure Vani

 

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Sonnenuntergang am Ozean

12. Whitsunday Islands – Für ein paar Tage im Paradies

 Ahoi meine Lieben, die folgenden Zeilen handeln von meiner Drei-Tages-Tour zu den Whitsunday Islands.

Schlechtes Wetter, ein klappriges Schiff und die Crew!

Die Whitsunday Islands sind eine Inselgruppe, bestehend aus 74 Inseln, die alle zur Great Barrier Reef World Heritage Area gehören.
So viel erstmal zum Allgemeinwissen, was habe ich jetzt genau gemacht?
Ich habe am 29.12.2015 ein Segelschiff namens Habibi betreten und bin drei Tage und zwei Nächte über den Pazifischen Ozean gesegelt.
Die Wetteraussicht am ersten Tag war eine Katastrophe. Es hat in Strömen geregnet und der Ozean war von der vorangegangenen, stürmischen Nacht aufgewühlt. Brechende Wellen und ein schaukelndes Schiff sollten mich also erwarten.
In einer kurzen Regenpause bestiegen die Crew, 20 andere Leute und ich die Habibi. Gleich zu Anfang hieß es: Schuhe aus, sonst droht Rutschgefahr !
Nachdem wir uns alle auf dem Deck versammelt hatten und sich die Crew vorgestellt hat, wurde ein kurzes Einführungsgespräch abgehalten.
Auslfug Whitsunday Islands

Wie nennt man nochmal den hinteren Teil des Schiffes? Heck? Da versammelten wir uns alle.

Die Crew bestand aus dem Kapitän, einer jungen Frau, einem noch jüngeren Mann und deren bestem Kumpel, der (eine ganz herzzerreißende Geschichte) nicht viel Geld hat und sein lebenlang auf diese Reise hin gespart hat, um letztendlich seinen Freund in Australien besuchen zu können.
Na ja, jedenfalls war dieses Team unglaublich nett und witzig und hat alles daran gesetzt, uns ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren. (P.s. Das habt ihr auch geschafft!)
Als wir losfuhren, war es schon später Nachmittag und unser erster Stopp war eine Bucht zwischen den Whitsunday Islands, in der wir die Nacht verbringen sollten.
Die Fahrt dorthin betrug ca. zwei Stunden.
Zwei Stunden, die ich nie mehr vergessen werde!
Warum? Ich wurde „seasick“ (seekrank). Und wie ich seekrank wurde!

Allein und hilflos auf offener See!

So schlecht ging es mir in meinem Leben noch nie. Angefangen hat es, als mir meine Kajüte gezeigt wurde. Die Schaukelbewegungen waren unter Deck nämlich noch schlimmer. Als ich wieder nach oben kam, habe ich die Crew auf meinen Zustand aufmerksam gemacht und bekam „Ginger“ verabreicht. (Ich weiß bis heute noch nicht, was das war.) Wenige Sekunden nachdem ich dieses widerliche Zeug hinuntergeschluckt habe, kam mir mein restliches Essen wieder hoch. Ja…so stand ich nun zwei Stunden an der Reling und habe mir die Seele aus dem Leib geko***, wie man so schön sagt.
Ich zitterte auf Grund der Kälte am ganzen Körper, war aber nicht in der Lage, mein Handtuch zu holen (Pulli und lange Hose wurden im Auto vergessen, ich war ja so schlecht auf diesen Segeltrip vorbereitet). Ich war zu schwach, mich zu bewegen. Außerdem befürchtete ich, ich würde zusammenklappen, falls ich mich auch nur einen Zentimeter bewege. Es war wirklich ein sehr unschönes Erlebnis und in diesem Moment habe ich mein Zuhause schrecklich vermisst, weil ich trotz vollem Schiff ganz alleine war.
Hier siehst du den Ausflug nach Whitsunday Islands von anderen Backpackern auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=Jj-UQQMDjgk
 Glücklicherweise waren die Menschen auf diesem Schiff fantastisch! Sie waren so hilfsbereit und aufmerksam und haben sich rührend um mich gekümmert.
Meinen Ruf wurde ich die Tage über trotzdem nicht mehr los und ich wurde gefühlt jede Stunde gefragt, ob es mir denn gut gehe. Sah ich wirklich so schrecklich aus? 😀
Durch diesen Vorfall lernte ich auch meine „seasick-Freundin“ kennen, die ihren Namen deshalb bekam, weil ihr Mann und Sie, wie ich, die meiste Zeit an der Reling verbrachten.
Ich lernte aber noch so viele andere interessante Menschen kennen. Zum Beispiel einen Anwalt aus Deutschland, der gerade eine Weltreise macht und mir die schönsten Geschichten aus Afrikas Nationalpark erzählt hat oder einen Italiener, der mit der Arbeitssituation zu Hause unzufrieden ist und deswegen nach Australien ziehen möchte oder Franzosen, Australier, Holländer. Es waren so viele Nationen vertreten, dass das Austauschen von Informationen die meiste Zeit der Reise in Anspruch nahm.

pure Glücksgefühle am Whitehaven Beach!

Nachdem wir die Bucht erreicht hatten, wurde die See unglaublich ruhig und mein Zustand verbesserte sich zunehmend.
Bucht in Whitheaven Beach

Das war die Bucht. Kaum zu glauben, dass wenige Minuten vorher noch tobende Wellen den Ozean beherrschten.

Es gab super leckeres Abendbrot (generell war das Essen auf dem Schiff großartig, nur dass ich immer nicht so viel davon hatte…) und wir ließen den Abend mit dem „Circle of Love“  (Liebeskreis) ausklingen.
Auf dem Backpacker Ausflug

Die Vorderseite des Schiffs müsste jetzt der Bug sein!? Seht ihr den Mann, der so freundlich winkt, das war zum Beispiel der Italiener. Die Leute waren fantastisch, ich kann es nur immer wieder sagen.

Dabei saßen wir alle in einem Kreis zusammen. Dann ging es der Reihe nach rum und man musste sich vorstellen, sagen wie lange man schon in Australien ist, was sein Lieblingsplatz in Australien ist und eine lustige Sexgeschichte von sich oder von einem Bekannten erzählen. Das alles in Englisch, wenn ich euch erinnern darf.
Nachdem wir viel gelacht hatten, ging es für die meisten ins Bett. Ich schlief mit zwei anderen Mädchen in einer Kajüte.
Mädchen Kajüte

Ich schlief oben! Es war eigentlich gar nicht so ungemütlich, wie es auf dem Bild rüberkommt.

 

Nach dem Frühstück am Morgen fuhren wir zum Whitehaven Beach. Mit einem Quarzgehalt von 99 % gilt dieser Strand als einer der weißesten Strände der Welt.
Sonnenbrille ist also unabdingbar!
Seekrankheit auf Backpacker Tripp

Frühstückszeit. P.s. die Beiden auf dem Bild teilten meine Seekrankheit.

 

Voller Freude verließ ich das Schiff, zum einem, weil sich mein Frühstück wieder einmal von mir verabschiedet hatte und zum anderen, weil ich mich so sehr auf diesen Strand gefreut habe.
Wie war das nochmal mit „Schuhe erst an Land anziehen, auf dem Schiff herrscht Rutschgefahr“? Da wäre ich doch fast mit meiner Ausrüstung und der Kamera ins Wasser gefallen, wenn die nette Crew mich nicht aufgefangen hätte.
Nach einem kurzen Marsch über die Insel kamen wir an dem Aussichtspunkt an, von dem man einen fantastischen Blick auf den Strand hat.
Blaues Meer beim Backpacker Ausflug

Wer von den Whitsunday Islands schon mal etwas gehört hat, dem wird dieses Bild definitiv etwas sagen.

 

Das Wasser war so klar, dass man von oben sogar stingrays (Rochen) sehen konnte.
Traumstrand hellblau Sonne

Die andere Seite von dem Strand.

 

Nachdem ich den Ausblick noch ein paar Minuten genossen habe und einfach meine Gedanken hab schweifen lassen, bin ich runter an den Strand gegangen und habe mich in die Wellen geworfen.
Wellen am Traumstrand

Blendet euch der Sand auch so?

 

Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich reingehen sollte, aber dann habe ich an meinen Opa gedacht und sagte mir: Man lebt nur einmal und ich werde nur einmal an einem der weißesten Strände der Welt sein, diese Chance will ich mir nicht entgehen lassen und ich bin so froh, dass ich es gemacht habe! Es war mit einer der schönsten Momente hier in Australien. Ich ganz allein im Pazifischen Ozean, eins mit den Wellen und im Glücksrausch!
Strand Baden Backpacker

Ein Glück – meine seasick-Freundin hat diesen Moment ohne meines Wissens festgehalten!

 

Ach ja und den Anzug mussten wir tragen, wegen der vielen gefährlichen Quallen.
Den restlichen Tag waren wir im Great Barrier Reef schnorcheln. Ihr müsst euch vorstellen, riesige Korallen unter dir, tausende Farben, die dir entgegen leuchten und die verschiedensten Fischarten, die dir begegnen. Ich bin mit einem Fischwarm mitgeschwommen und habe einen einsamen Seestern gesehen. Leider habe ich keine Schildkröte erblicken können. Von ihrer Existenz wurde mir berichtet. Sie war definitiv da!
Sonnenuntergang am Ozean

Diesen Moment würde ich gerne vergolden.

 

Abends saßen wir alle wieder zusammen und ich habe den wundervollsten Sonnenuntergang meines Lebens miterlebt. Diesen wird kein anderer Sonnenuntergang mehr toppen können!

Ein Wort: Traumhaft

 

Am letzten Tag ging es für uns nach einem kurzen Schnorchelgang wieder Richtung Airlie Beach.
Ich muss zugeben, ich war froh, als ich wieder Land unter meinen Füßen spürte. Eine bessere Vorbereitung, wie beispielsweise eine Tablette gegen Übelkeit, und ich wäre nicht seekrank geworden und hätte den Ausflug rund um die Uhr genießen können.
In diesem Sinne „sorry“ nochmals dafür, dass ich nicht mehr Bilder gemacht habe, aber ich war die meiste Zeit ausgeknockt und nicht in der Lage für weitere Bilder.
Ich möchte mich kurzfassen, Whitehaven Beach, die Whitsunday Islands, das Schorcheln im Great Barrier Reef, all das war traumhaft und hat mir riesigen Spaß gemacht.
Backpacker Rucksack Ausflug

Das war ein wunderschöner Backpacker Rucksack Ausflug

Ich würde solch eine Tour mit dem Schiff Habibi Jedem empfehlen, egal in welcher körperlichen Verfassung man sich befindet. Diese Strapazen waren es mir wert. Ich habe neue Freunde gewonnen, Erinnerungen dazubekommen und meine Grenzen kennengelernt.
Nun lasst euch von meinen Erzählungen verzaubern,
eure Vani
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great barrier reef

9. Great Barrier Reef – eines der schönsten Riffs der Welt

Hallo lieber Leser, hast du auch schon mal davon geträumt, dass größte Riff der Welt zu sehen? Also ich schon. Seit meiner Ankunft hier in Australien habe ich mich darauf gefreut und nun war es endlich soweit.

Das Perfekte Wetter für den Ausflug zum Great Barrier Reef!

Es gibt dutzende Agenturen die einem einen Ausflug zum Great Barrier Reef anbieten wollen. Aber welches Angebot für den Ausflug soll man nehmen? Man kann sich hier vor Ort zwischen mehreren Auswahlmöglichkeiten entscheiden. Entweder du fährst mit einem Glasboot raus zum Riff und siehst dir die Fische vom Boot aus an oder du schnorchelst bzw. tauchst oder du fliegst über das Great Barrier Reef.
Ich habe mich für die Flugvariante entschieden und es nicht bereut. Gebucht habe ich meine Tour in einer der Reiseagenturen. Wo spielt letztendlich keine Rolle, da jede Agentur die gleichen Preise anbietet. Ich habe einfach verschiedene Anbieter besucht und gesagt:

„Na ja, die andere Agentur bietet es mir aber billiger an…“

und dann habe ich mich irgendwann für den besten Preis entschieden. So konnte ich den eigentlichen Preis für 179$ auf 160$ runterhandeln.
Mit GSL Aviation ging es für mich zu einer der größten Sehenswürdigkeiten Australiens.

Mit dem Rucksack im Flugzeug über das Reef

Mit diesem Flugzeug bin ich „Copilot Vani“ mit meinem Backpacker Rucksack über das Great Barrier Reef geflogen!

Als „Co-Pilot VanI“ über den Wolken!

Ich wurde direkt vor meinem Hostel mit einem Shuttle abgeholt, welches mich zur Flug- & Landebahn brachte. Dort angekommen, wurde unsere Gruppe – die hauptsächlich aus Chinesen und mir bestand – aufgeteilt. In dem Motorflugzeug, wo ich saß, waren wir zu acht.

Da ich ohne Partner flog, hatte ich das große Glück, dass ich ganz vorne neben dem Piloten sitzen durfte. Mein Platz war ebenfalls mit Headset, Lenkrad und Gaspedal ausgestattet (bedienen durfte ich es nur leider nicht).

Viele Instrumente im Flugzeug Cockpit

So sah das Cockpit im Flugzeug aus.

Den Flug über hatte ich also nicht nur Seiten- sondern auch Frontblick – ein unglaubliches Gefühl!

 

Ausblick aus dem Flugzeug, sehr hoch

Ein Ausblick aus schwindelerregender Höhe!

Schon allein der Flug in so einem kleinen Flugzeug war eine Erfahrung wert, da es sich ganz anders anfühlt als in einer großen Passagiermaschine.

Great Baria Reef

Bei super Wetter, hatte ich eine tolle Sicht auf das Great Barrier Reef!

Die Windbewegungen und das Gefühl beim Start und bei der Landung gehen einem viel mehr unter die Haut. Hinzu kommt jetzt noch die großartige Aussicht auf das Great Barrier Reef.

Subjektives Fazit eines Backpackers in der Luft!

Es war fantastisch. Nur von oben kann man realisieren, wie umfangreich das Great Barrier Reef doch wirklich ist. Ich meine, dass Riff erstreckt sich auch über 25.000km, dass kann man nicht einfach mal so mit einem Boot abfahren.
Mit dem Flugzeug legt man mehr Weg zurück, aber auch nicht ausreichend, dass man sagen kann, man hat alles gesehen . Du musst dir vorstellen, auf dieser 25.000 km langen Strecke liegen die Riffs nicht direkt nebeneinander, sie erstrecken sich eher wie helle Flecken über den dunkelblauen Ozean.

great barrier reef

Das war nur ein kleiner Teil des gesamten Riffs, was ich zu Gesicht bekommen habe. Es ist unglaublich groß.

Zwischendurch hat uns unser Pilot sämtliche Informationen über diese Naturschönheit zukommen lassen.
Wir wurden immer aufgeklärt, über welches Riff wir gerade geflogen sind und wie alt es ist, wie es zu seinem Namen kam und und und…

great barrier reef

Hier siehst du das unglaublich schöne Great Barrier Reef von oben!

Es ist das größte Korallen-Riff der Welt und ein absolutes Paradies für Taucher. Ich konnte es leider aus Zeitgründen nicht schaffen dort tauchen zu gehen. Doch es lauern dort auch einige Gefahren, die man als Wassersportler beachten sollte. Es gibt dort giftige Pflanzen und Tiere wie der Dornenkronenseestern. Daher ist es zu empfehlen einen Trockenanzug beim tauchen zu tragen, um den Kontakt zu vermeiden.

Ich würde Jedem, der vor hat, das Great Barrier Reef zu besuchen, einen Scenic Flight ans Herz legen.
Denn, es lohnt sich immer !!!

Es gibt einen Scenic Flight, wo die Route direkt über dem Heart Reef verläuft.
Kleiner Tipp von mir für Backpacker mit Rucksack, Pärchen oder Romantiker: Bucht solch einen Flug, das – ins deutsche übersetzte – Herzriff ist eine der besten Aussichtspunkte von oben.

Liebe Grüße

Vanessa

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Rottnest Island

5. Backpacker Trip – Rottnest Island

Huhu, du da draußen, Chris und ich haben wieder einen Ausflug gemacht. Dieses Mal zu einer Insel, namens Rottnest Island, außerhalb Australiens. Sie ist in Western Australia sehr bekannt und obliegt hauptsächlich dem Tourismus.

Rottnest Island – eine Insel so schön wie das Paradies.

Backpacker Trip Australien Insel

In Deutschland ist es kalt und nass. Auf unserem Backpacker Trip hatten wir super Wetter, wie du sehen kannst.

 Und wirklich, auf dieser Insel leben keine Menschen. Es gibt ausschließlich Ferienwohnungen für Touristen und eine klitzekleine Einkaufsstraße, die aus einem Subway, einer Bäckerei und einem Klamottenladen besteht.
Nichtsdestotrotz ist Rottnest Island unglaublich hübsch, aber wollen wir erstmal von Beginn an erzählen…Um zu dieser Insel zu gelangen, ist man auf die Fähre angewiesen. Die von uns speziell gebuchte Tour beinhaltete sowohl das Fährenticket, als auch ein Fahrrad und eine Schnorchelausrüstung zum Ausleihen.
Die Tour haben wir übrigens über ein Unternehmen, das auf Ausflüge spezialisiert ist, gebucht. Direkt in der Innenstadt von Perth, in dem Raine Shopping Centre, über Coles. An einem Freitag ging es los, wir hatten uns einen der besten Tage rausgesucht, um bei schönem Wetter die Insel zu erkunden.
Backpacker Trip mit Fähre

Auf dem Bild siehst du die Fähre, mit der wir auf die Insel gekommen sind.

Unsere Fähre fuhr 9:30 Uhr ab, wir mussten aber noch eine halbe Stunde Bahn fahren, um überhaupt zur Fähre zu gelangen. Dies bedeutete für unsere Arbeit im Hostel: 6:30 Uhr aufstehen und innerhalb von 1 1/2 Stunden alles so gut wie möglich reinigen. Wir mussten sehr oberflächlich arbeiten, aber das war letztendlich Wurst, weil wir alle liegengebliebenen Sachen am darauffolgenden Tag beseitigen durften.

Egal, weiter zum Kern des Artikels. Wir nahmen die Fähre Rottnest Express und waren innerhalb von 20 min auf der schönen Insel angekommen. Von dort aus konnte man sogar noch die Skyline von Perth sehen. Man hat sich also nicht gefühlt, als würde der Ozean einen verschlucken, sondern viel mehr, als würde man in Küstennähe eine einsame Insel bereisen.

 

Backpacker Trip mit Fahrrad

Mit geliehenen Fahrrädern erkunden wir die Insel auf unserem Backpacker Trip.

Angekommen, schnappten wir uns zwei Fahrräder und zwei Helme (Helme sind in Australien Pflicht, ansonsten muss man ein ordentliches Bußgeld blechen) und wollten gerade starten, da kamen zwei japanische Männer auf uns zu. Der Eine trug eine große Kamera bei sich, der Andere ein Notizblock. Du kannst dir sicherlich vorstellen, was das bedeutete. Die Beiden waren Interviewer des japanischen Fernsehens. Sie fragten uns, ob wir denn ein Problem damit hätten, wenn sie uns ein paar Fragen stellen würden. Wir ließen uns darauf ein und beantworteten in Ruhe Fragen wie: „Wer hat euch auf die Idee gebracht, Rottnest Island zu besuchen“, „Warum besucht ihr diese Inseln“, „Wie findet ihr das Wahrzeichen von Rottnest Island“ und und und.
Abschließend wollten die Männer, dass wir mit diesem Wahrzeichen ein Selfie machten. Du musst wissen, Rottnest Island ist bekannt für sein Quokka. Ein kleines flauschiges, sehr zutrauchliches Tierchen, dessen Art ich nicht definieren kann.
Jedenfalls machten wir uns auf die Suche nach diesem Tierchen, wurden kurze Zeit später auch schon fündig und versuchten vergeblich das gewollte Foto zu schießen. Zum Quokka laufen, hinlegen, Aufmerksamkeit erregen und Kameraknopf drücken. Klingt in der Theorie einfach, ist aber praktisch nicht allzu leicht umzusetzen, dass es letztendlich auch gut aussieht.
Nach 45 Minuten war es vollbracht und unsere Interviewer waren auch zufrieden.

Zahmes Quokka in Australien

Hier haben wir ein Selfie mit einem so süüüßen Quokka gemacht.

Für die „großen“ Bemühungen bekamen wir eine Aufwandsentschädigung von 50 $!
So leicht haben wir an diesem Tag einfach mal Geld verdient.
Das Beste kommt aber erst noch: Die Japaner haben das Ganze natürlich nicht umsonst gefilmt, ihr Material wird nach der Bearbeitung in Japan zur Primetime (20:15 Uhr) ausgestrahlt.

Backpacker Trip auf die Insel vor Australien

Wunderschön gewachsen – der Baum auf Rottnest Island.

Da wir also bald in Japan über den Bildschirm flackern solltet ihr gespannt sein, vielleicht ziehen wir bald um und ändern unsere Laufbahn Richtung Filmstar. Nach diesem spannenden Einstieg bestiegen wir unser Fahrrad und radelten los, umrundeten die Insel einmal zur Hälfte und hielten dabei mehrmals an, um die wunderschöne Landschaft zu fotografieren.
idyllische Landschaften in Australien

Wunderschöne, atemberaubende und idyllische Landschaft.

Zweimal machten wir eine längere Pause, um schnorcheln zu gehen. Dabei sah ich zwei Fisch-arten und eine Qualle.

Strand in Australien

Abwärts zum wunderschönen Strand.

Der Strand an dem wir pausierten, war menschenleer und das, obwohl eigentlich viele Touristen unterwegs waren. Glücklicherweise verliefen sich die Menschenmassen so extrem, dass uns oft auf mehreren Kilometern nur 2 – 3 Fahrradfahrer entgegen kamen.

Leere Straßen in Australien

Anders als in Berlin – hier sind die Straßen leeeeeeeer.

Dieser Aussichtspunkt hat mich besonders in seinen Bann gezogen, weil man von dort einen atemberaubenden Blick auf Wasser, Riff und Insel hatte.
Backpacker Aussichtpunkt

Das war der beste Aussichtspunkt auf unserem Backpacker Trip.

 

Bei unserem Mittagssnack machten wir Bekanntschaft mit mehreren Quokkas, die uns ziemlich nahe kamen und einer Rieseneidechse, die zum Glück nicht so zutraulich war.

Was sahen wir noch: den Pink Lake, ein See, der rosarot schimmert und den noch funktionierenden Leuchtturm, dessen Weg so schwer zu erklommen war, dass ich vom Fahrrad abstieg.

Backpacker Rucksack auf Reisen

Mit schwerem Backpacker Rucksack haben wir die Hügel auf der Insel bestiegen.

Abends, wir hatten noch reichlich Zeit bis uns die Fähre wieder Heim gebracht hat, haben wir uns noch ein Abendessen am Hafen gegönnt. Wobei ein Sub (Sandwich) herhalten musste, da Rottnest Island nichts anderes zu bieten hat.

Um nochmal zusammenzufassen: Rottnest Island hat sich wirklich gelohnt. Die Advice – von dem Mann, der uns die Tour verkauft hat – Fliegenspray zu kaufen und dieses, nachdem man sich mit Sonnencreme eingecremt hat, aufzutragen, war unglaublich hilfreich, denn Fliegen sind hier wirklich todeslästig. Die sind so penetrant und setzen sich auf deine Lippen, Augen und krabbeln in deine Ohren. Mit Fliegenspray hat sich die Anzahl von lästigen Fliegen auf eine minimiert. Nur zu empfehlen!!!
Der Preis für die Tour (85 $) war auch vollkommen okay. Diese Kombination kriegt man wirklich nirgendswo billiger und es lohnt sich.

Backpacker Tripp kostete natürlich Geld

Die Kosten für den Backpacker Trip waren es absolut wert! Immer wieder gerne 🙂

Rottnest Island ist einsam, idyllisch, besitzt Ecken, wo man die schönsten Bilder machen kann und beherbergt eines der süßesten freilaufenden Tiere der Erde. Schon alleine DAS, war es mir wert.

Liebe Grüße

Eure Vani

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