Reisebericht Melbourne Australien

Melbourne – ein hartes Pflaster!

Hi, ich habe jetzt ja schon sooo oft in meinem Backpacker Blog  erwähnt, dass ich angekommen bin und wieder im Hostel in Melbourne wohne – das muss ich  jetzt nicht nochmal sagen, oder!?

Liebe auf den zweiten Blick – Beziehung gescheitert?

Nach über zwei Monaten Aufenthalt kann ich euch nun auch ganz genau sagen, wie Melbourne für mich war/ist. Als ich hier ankam, war ich geschockt vom unübersichtlichen Straßenverkehr und von den extrem vielen Menschen. Ich wollte hier eigentlich nicht viel Zeit verbringen, aber ich war aufgrund festgeschriebener Daten dazu gezwungen.

So versuchte ich das Beste aus der Situation zu machen und lief in den ersten Tagen besonders viel durch die Stadt, um mich zu Recht zu finden. Nachdem sich andere Probleme verflüchtigt haben und ich runterkam, sah ich Melbourne plötzlich aus einer ganz anderen Sicht.

Straße in Melbourn

Das ist mit eine der überfülltesten Straßen in Melbourne, die Swanston Street. Was? Ihr seht da keine Menschenaufläufe? …

Die Straßen waren immer noch voll, der Verkehr ging mir immer noch tierisch auf die Nerven, aber dafür sah ich nun auch die ganzen schönen Dinge in der Stadt.

Melbourne Reiseblog Bericht

Zu meinem ersten Glas Milch habe ich mich vor die Bibliothek gechillt. Dort hängen nachmittags viele Studenten rum.

Ich fing an, Melbourne zu mögen an dem Tag, an dem ich mich mit einer Packung Milch und frischem Obst vor die Stadtbibliothek setzte und das schöne Wetter genoss.

Melbourne Stadtbibliothek

Das ist die Stadtbibliothek, welche aber zu überlaufen ist.

Trotzdem hat die Liebe zu Melbourne nicht gehalten. Hier ist ziemlich viel passiert, wobei vieles davon nicht immer positiv war, weswegen ich nach Verlassen der Stadt nicht nochmal zurückkommen würde wollen. Auf der Stadt liegt mittlerweile zu viel Pech, ja, ich bin in der Hinsicht ein wenig abergläubisch.

Die angepriesenen must-sees!

Nichtsdestotrotz hat Melbourne super viele schöne Ecken, welche ich euch alle nach und nach zeigen werde.

Meldbourne Stadt Australien

Wie immer erwische ich ein Bild, wo es alles so leer wirkt.

Was im Internet total gehyped wird, ist der Flinder Square, weil er angeblich das Zentrum Melbournes ist. Dieser Meinung schließe ich mich nicht an. Natürlich, dort ist es immer voll und dort ist die öffentliche Information, aber mehr kann man da auch nicht machen. Es ist einfach nur ein Platz neben dem Hauptbahnhof.
Welcher übrigens mein nächster Punkt gewesen wäre.

Altstadt von Melbourn Australien

Sieht super wuchtig aus, ist aber von innen nicht größer als der Bahnhof in Perth (p.s. der Bahnhof dort besaß vielleicht vier/fünf Gleise nebeneinander)

Die Flinder Street railway station ist der Hauptbahnhof von Melbourne und fällt besonders durch sein romantisches Design auf. Trotz der „alten“ Aufmachung ist der Bahnhof mit Fertigstellung im 20. Jahrhundert doch recht neu.

Ich muss aber zugeben, ich mag die Flinder Street überhaupt nicht, weil es dort gerammelt voll ist, dass man nicht vernünftig laufen kann. Zudem riecht es dort rund um die Uhr unangenehm.

Docklands – Abseits vom Trubel!

Frischer Wind am Hafen von Melbourne

Herrliches Wetter, um sich am Wasser zu sonnen. Es muss nicht immer Sand sein.

Das komplette Gegenteil dazu ist der Hafen in Docklands, welcher so wenig besucht ist, dass man richtig gut zur Ruhe kommen kann.

Hochhäuser und Blumen in Melbourne

Ein untypische Hafengestaltung aufgrund der grünen Wiesen und Hochhäuser.

Dort gibt es auch eine Bibliothek von der man eine wundervolle Aussicht auf den gesamten Hafen hat. (Dazu aber später mehr)

Boote in Melbourn

Vor der Bibliothek, mit Blick auf die kleinen Boote.

Ich mag die Bibliotheken in Australien so sehr. Die meisten sind modern und so offen gestaltet, dass man sich als Nichtmitglied trotzdem pudelwohl fühlt. Daher habe ich mich in meiner Freizeit auch öfter mal in die Bibliothek gelümmelt und ein Buch gelesen.

Hafen Melbourne Australien Bibliothek

Das ist die Bibliothek am Hafen.

Kleiner Tipp meinerseits: Die Kathleen Syme Library in einer Nebenstraße der Swanston Street ist die BESTE. Dort gibt es gratis Kaffee und Tee, du hast eine riesen Auswahl an Büchern und kannst dein Mittagessen draußen im Garten genießen, ach ja UND dort gibt es Duschen, für alle Backpacker die mit Auto unterwegs sind…

Fortbewegungs- und Einkaufsmöglichkeiten!

Wie gesagt, ich empfehle es niemanden, mit dem Auto durch diese Straßennetze zu fahren.

Tram Australien Melbourn

Die Tram ist schon etwas älter und fährt mit einem Tempo angemessen zum Alter durch die Gegend.

Es gibt die City Circle Tram, das ist eine Straßenbahn hauptsächlich für Touristen, die das Stadtzentrum einmal umrundet. Diese und alle anderen Straßenbahnen im Central Business District (CBD) sind kostenlos.

Sobald man die Stadt verlässt, ist man auf die sogenannte Myki Card angewiesen. Diese enthält ein aufgeladenes Guthaben, dieses sich mit jeder Fahrt, durch Abbuchung in der Bahn, verringert.

Dann gibt es noch Busse und Bahnen, aber die sind für uns Backpacker größtenteils nicht relevant.

Zum Thema Einkaufsmöglichkeiten kommt zum Woolworth und Coles noch ein Aldi dazu.
JA, in Australien gibt es Aldi.

Aldi Australien Melbourne

Sieht unserem ähnlich, da stimmt ihr mir zu, oder?

Von der Aufmachung ähnelt es sehr dolle unserem Aldi in Deutschland, nur bei der Produktauswahl hat er sich den Australiern angepasst.

Meidet DEN Friseur!

Zu Letzt möchte ich euch noch einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg geben.

Friseur Melbourn in Australien

Schlimmster Friseurbesuch meines Lebens!

Meidet diesen Friseur !

Ich bin ehrlich, ich habe am Geld gespart. Ich dachte mir, Spitzenschneiden ist keine große Sache und das sollte jeder vernünftig ausgebildete Friseur hinbekommen. Dabei habe ich die Rechnung leider ohne den Wirt gemacht…und mich in dem türkischem Friseur getäuscht.
Aus meinem Stufenschnitt wurde eine noch nicht mal gerade Linie. Die hinteren Haare sind länger als die Vorderen und gesund sind sie immer noch nicht.

Zersplisste Grüße

Vani

P.s. Jetzt bin ich gerade mal eine Woche aus Melbourne raus und schon vermisse ich meine geliebte Stadt. Das Gefühl sich zu Recht zu finden und einem Einheimischen zu Gleichen zieht einen stärker an, als wenn man in eine neue Stadt kommt und wie jeder andere Touri mit Kamera und Karte durch die Gegend läuft.
Auch wenn ich vielleicht nicht mein Leben dort verbringen wollen würde, so war mein temporäres Leben voller glücklicher Momente. (Zumindestens überwiegen diese)

Aber wie heißt es so schön? Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist, denn nur dann behält man es positiv in Erinnerung.

 

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Ein Gedanke zu „Melbourne – ein hartes Pflaster!

  1. Dany sagt:

    Hi Vani,

    du schreibst von „Liebe auf den zweiten Blick“. Ich denke, dass du früher oder später Melbourne erneut aufsuchen wirst.

    Es wirkt auf dich vertraut, hat dir im Laufe der Zeit, trotz unschöner und bittrer Momente seine schönen Seiten aufgezeigt. Diverse Gegebenheiten sind dir mittlerweile bekannt.
    Laut deines Eintrages könnte man fast meinen, deine Beziehung zu Melbourne ist doch nicht gescheitert. Diesen Eindruck erlese ich jedenfalls aus deinen Zeilen.

    Das erste Gefühl von Melbourne konnte eigentlich gar nicht anders von dir empfunden werden. Zuvor keine Zivilisation, absolute Stille, keine Menschenseele, kaum ein Auto.
    Das nennt man „Outback“.

    Der Kulturschock ist vorprogrammiert.

    Gut ist, dass du dich mehr oder weniger, aufgrund festgeschriebener Zeiten, zunächst auf Melbourne einlassen musstest. Somit blieb genug Zeit, sich den schönen Seiten Melbournes zu widmen.
    Wichtige Eindrücke wären dir entgangen, wenn du diese Stadt schnell wieder verlassen hättest. Du hast/musstest quasi Melbourne auf dich wirken lassen.
    Ein entscheidender Faktor für dich, sich neu orientieren zu können und auf Melbourne einzulassen war der Umstand, dass ihr (Du und deine Reisebegleitung) euch getrennt habt.
    sämtliche Entscheidung nur noch für sich alleine treffen, seine Ziele und Wünsche nun endlich verwirklichen können, gerade stehen für seine eigenen Entscheidungen, dass nenne
    ich einen glücklichen Umstand!!! Das es auch eine Kehrseite dessen gibt, lasse ich dabei trotzdem gedanklich nicht außer acht.

    Sich gegenüber einer Stadt, neuen Leuten und neuer Arbeit zu öffnen, verlangt einem EINIGES ab. Wie bereits in meinem letzten Kommentar erwähnt, ist es dir mit Bravour gelungen.
    Jede Begegnung mit fremden Menschen bringt einem neue Denkanstöße und lässt einen REIFEN. Die Auseinandersetzung zwischen dir und den neuen Chancen, die sich dir geboten haben,
    hat dich noch mehr entwickeln lassen.

    Dies sind alles Gründe dafür, warum ich deinen Neuanfang in Melbourne einen glücklichen Umstand nenne.

    Erheitert hat mich dein Friseurbesuch. Ja, wenn man unbedingt extrem sparen will, dann kann es schon mal zu so einem miserablen Ergebnis kommen. Obwohl, dass es nicht immer eine
    Frage des Geldes ist, steht außer Frage. Du hättest auch Glück haben können. Ein anspruchsvoller Haarschnitt wäre vielleicht eine richtige Herausforderung gewesen…
    Der türkische Friseur war einfach einmal unterfordert.
    Mir fällt in diesem Zusammenhang gleich wieder mein wahnsinnig teurer Besuch bei Herrn Walz ein. Ohne Worte…- die damals Anwesenden wissen sehr wohl, wovon ich spreche.
    Man klingelt an der eigenen Haustür und sieht in weit aufgerissene Münder…

    Eines ist sicher, der nächste Friseurbesuch wird bestimmt besser es sei denn, du verlässt dich wieder auf deine Sparpolitik und forderst das Glück erneut heraus.

    In diesem Sinne bis bald,

    Mamschki

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